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Frühlingsgefühle am Arbeitsmarkt

Frühlingsgefühle am Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt hat sich im März von seiner guten Seite gezeigt: In der Region Trier ist die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent gesunken, 12 569 Menschen suchen aktuell einen Job.

Trier. Die Aussichten auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt haben sich im März deutlich gebessert: Von einer Trendwende und einer überraschenden Frühjahrsbelebung ist die Rede.

In der Region Trier sind gegenüber dem Februar 636 Menschen weniger arbeitslos. Noch besser sieht der Vergleich zum Vorjahr aus. 2009 waren im März rund 1000 Menschen mehr auf Arbeitsplatz-Suche. Was den Chef der Arbeitsagentur Trier, Wolfram Leibe, besonders freut, ist die Tatsache, dass sowohl Kurz- als auch Langzeitarbeitslose von der Entwicklung profitieren.

"Diese parallele Entwicklung zeigt uns ganz konkret, dass alle gut motivierten und engagierten Arbeitslosen weiterhin Chancen haben, einen Arbeitsplatz zu finden. Von einer Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit kann in der Region Trier derzeit auf keinen Fall gesprochen werden", so der Chef der Agentur für Arbeit. Dabei zeigt sich der positive Trend in allen Kreisen der Region und in der Stadt Trier (siehe Grafik).

Ausbildungsmarkt liegt im Trend



Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Ausbildungssuchenden erneut leicht zurückgegangen. "Die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist ebenfalls leicht gesunken. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze ist höher als die Zahl der gemeldeten Bewerber", sagt Leibe. Seit Oktober haben sich 2213 jungen Menschen bei der Agentur für Arbeit ausbildungssuchend für das im Herbst beginnende Ausbildungsjahr gemeldet. Dies sind 48 weniger als im Vergleichzeitraum des Vorjahres. In diesem Zeitraum wurden der Agentur für Arbeit 2654 Ausbildungsstellen gemeldet (minus 112 Stellen).

Vielen der gemeldeten Jugendlichen konnte inzwischen eine Ausbildungsmöglichkeit vermittelt werden. Daher suchen aktuell mit 1252 jungen Menschen 203 Personen weniger noch eine Ausbildungsstelle als vor einem Jahr. "Gemeinsam mit HWK und IHK wollen wir in den nächsten Wochen verstärkt für die duale Ausbildung werben, um möglichst viele Lehrstellen besetzen zu können", rechnet Leibe mit guten Aussichten. Für Kinder Was ist der Arbeitsmarkt? Wer seine Ausbildung oder einen Uni-Abschluss gemacht hat, fängt normalerweise an zu arbeiten. Aber einige junge Menschen finden keine Arbeitsstelle oder verlieren ihren Job wieder. Dann sind sie arbeitslos. Für diesen März gibt es gute Nachrichten: Weniger junge Menschen waren arbeitslos als im Februar und als vor einem Jahr. Die guten Nachrichten haben wohl was mit dem Frühling zu tun. In dieser Jahreszeit gibt es wieder mehr Arbeit als im Winter. Zum Beispiel auf dem Bau oder in Straßencafés.