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Fünf Ringe statt Bitburger Bier

Fünf Ringe statt Bitburger Bier

BITBURG. Aus der Eifel nach Sachsen: Mike de Vries, bisher Bereichsleiter Sponsoring der Bitburger Brauerei, wird ab 1. Juli Geschäftsführer der Leipziger Olympia-Bewerbung für 2012.

Aus dem Sport in die Wirtschaft, aus der Wirtschaft in dieSportpolitik: Der 44-jährige Mike de Vries wird einer derHoffnungsträger der Leipziger Olympia-Bewerbung. Das große Zieldes 44-jährigen: bis zum Jahr 2005 das Internationale OlympischeKomitee davon überzeugen, dass die Olympischen Spiele 2012 nachSachsen vergeben werden. "Der Job ist eine großeHerausforderung," sagte de Vries, der fünf Jahre lang für denBereich Sportmarketing bei der Bitburger Brauerei zuständig war,dem TV . Der Sauerländer war bereits bei fünf OlympischenSpielen vor Ort, war 2000 in Sydney Pressesprecher des DeutschenHauses und verfügt über glänzende persönliche Kontakte zu KlausSteinbach, dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees.Steinbach sprach ihn bereits vor der Entscheidung, welchedeutsche Stadt ins Rennen geschickt wird, wegen desGeschäftsführer-Postens an - de Vries wäre auch beim Zuschlag füreine andere Stadt zu diesem Job gekommen. "Leipzig war meinFavorit", sagt de Vries, der von guten Chancen der Sachsen beider Abstimmung 2005 ausgeht: "Wenn das nicht so wäre, hätte ichden Job nicht übernommen. Da aber noch nicht feststeht, werunsere Konkurrenten sein werden, ist eine genaue Einschätzungnoch schwer." De Vries, der es als seinen Vorteil ansieht, dass er "über beste Kontakte in den Sport, die Wirtschaft und die Politik" verfügt, war bis 1998 Generalsekretär des Deutschen Hockey-Bundes, in dem er bereits seit 1993 als Sportdirektor tätig war. Fünf Jahre arbeitete der vierfache Vater zuvor als Bundestrainer Moderner Fünfkampf. In seine Ära bei der Bitburger Brauerei fällt unter anderem der neue Sponsorenvertrag mit dem deutschen Olympia-Team.

Für de Vries ist die neue Position kein Traum: "Dafür bin ich viel zu sehr Realist." Er sieht sein persönliches Risiko im Falle des Leipziger Scheiterns als gering an - darüber mache er sich noch keine Gedanken: "Ich glaube, ich kann viel bewegen. Das Potenzial ist riesengroß, auch weil Olympia keine regionale, sondern eine nationale Angelegenheit ist." Wie seine Nachfolge in Bitburg geregelt wird, ist noch nicht bekannt.