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Gerolsteiner Brunnen kommt gut durchs Corona-Jahr 2020

Getränke : Gerolsteiner will Position 2021 ausbauen

Der Gerolsteiner Brunnen sieht sich trotz Corona-Krise gut in der Pandemie aufgestellt. 2021 will das Unternehmen durchstarten, auch mit eine Produktoffensive.

Der Gerolsteiner Brunnen hat nach eigenen Angaben die Corona-Pandemie und die damit verbundene Schließung der Gastronomie recht gut weggesteckt. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der Absatz mit 7,6 Millionen Hektolitern nur geringfügig – minus 1,9 Prozent – gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Nettoumsatz des Unternehmens lag im Jahr 2020 bei 292 Millionen Euro (-3,3 Prozent).

Insgesamt steht die Branche unter Druck (siehe Extra). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser liegt bundesweit im Jahr 2020 bei 133,8 Litern und damit um 5,9 Liter geringer als im Vergleich zum Vorjahr.

Bei Gerolsteiner geht die Geschäftsführung die Herausforderung offensiv an: „Der Markt ist in Bewegung, und die sich daraus ergebenden Chancen wollen wir nutzen“, sagt Roel Annega, Vorsitzender der Geschäftsführung. Dies war im abgelaufenen Jahr etwa im Glas-Mehrweg-Sortiment so. Dort erzielte das Unternehmen ein starkes Wachstum und legte  um fast zwölf Prozent zu. Auch im direkten Marktumfeld war 2020 für den Gerolsteiner Brunnen ein gutes Jahr.

Beim Kerngeschäft Mineralwasser habe man  seine Marktführerschaft im vergangenen Jahr ausgebaut und liege mit einem Umsatz-Marktanteil von 9,4 Prozent (2019: 9,2 Prozent) weiter unangefochten an der Spitze der Markenmineralwässer in Deutschland, teilt das Unternehmen mit. Einen Vorteil sehen die Verantwortlichen in der Vulkaneifel in der Gebindevielfalt, „mit der alle Käufergruppen optimal bedient“ werden könnten. Der Mehrweganteil liegt bei 67 Prozent. Für Annega eine gute Ausgangslage: „Wir wollen 2021 mit der im vergangenen Jahr überarbeiteten Markenpositionierung durchstarten. Hinter der Botschaft ,Echte Kraft kommt aus der Natur’ steht eine klare Fokussierung auf die hohe Mineralisierung des Gerolsteiner Mineralwassers.“

Im Blick dabei auch der Ausbau der Erfrischungsgetränke.

Roel Annega: „Wir sehen noch großes Potenzial bei den Erfrischungsgetränken, die wir zukünftig gezielt ausbauen werden.“ Ab Juli sind fünf Klassiker aus dem Gerolsteiner Erfrischungsgetränkesortiment erstmals in der 0,75-Liter-Glas-Mehrwegflasche erhältlich, bereits seit Januar gibt es zwei „Leichte Schorlen“ in den Sorten Apfel und Apfel-Kirsche. Weitere Neueinführungen folgen im Laufe des Jahres. Viel Ehrgeiz legt der Brunnen in seine Nachhaltigkeitsziele, etwa mit dem Gerolsteiner Zukunftswald (85 000 neue Bäume gepflanzt) oder dem Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel der internationalen Klimaschutzpolitik.

 Roel Annega, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Gerolsteiner Brunnen.
Roel Annega, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Gerolsteiner Brunnen. Foto: TV/Gerolsteiner

Der Gerolsteiner Brunnen beschäftigt 880 Mitarbeiter, 53 davon sind Azubis.