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Gewerkschafter mit Leib und Seele

Trier. Generationswechsel bei den Gewerkschaften in der Region. In diesen Tagen gab es einen großen Einschnitt in der Gewerkschaftslandschaft in der Region Trier. Gleich zwei Führungskräfte haben sich verabschiedet.

Trier. Mit Christel Martin, langjährige Geschäftsführerin der NGG (der TV berichtete), und Detlef Schieben (TV-Foto/Archiv), Verdi-Bezirksgeschäftsführer, sind zwei langjährige Verantwortliche für die Gewerkschaften in den Ruhestand verabschiedet worden. Bei der Verabschiedung von Detlef Schieben dankten ihm die Verantwortlichen von Verdi im Bezirk Trier, viele enge Vertraute und Freunde sowie ehemalige Mitarbeiter. Verdi ist mit über 9500 Mitgliedern mit Abstand die größte Gewerkschaft in der Region. Michael Lutz, Vorsitzender des Verdi-Bezirks Trier, wies in der Begrüßung auf das vertrauensvolle Miteinander von Büro und Ehrenamt bei Verdi hin.
Christian Schmitz, DGB-Regionsgeschäftsführer, erinnerte an das vielfältige Engagement von Detlef Schieben. Für ihn galt es, jedem Hilfesuchenden Hilfe zu organisieren, "eine Abschiebung von Zuständigkeit oder Verantwortung kam für Detlef Schieben nie in Frage", sagt Schmitz. Seine menschliche Art habe, trotz aller Überzeugung und Engagement für die Sache, immer die Verbissenheit und das Kämpfen überstrahlt. "Er lebte das, was er vertrat."

Achim Meerkamp vom Verdi-Bundesvorstand machte deutlich, dass die Arbeit in diesem kleinen Bezirk Trier vorbildhaft und immer politisch auf der Höhe der Zeit gewesen sei. "Und dieses Lob ist unweigerlich mit dir verbunden", sagte Meerkamp an die Adresse von Schieben. "Du hast Verdi hier aufgebaut und zu dem gemacht, was es heute ist." red