Große Unterschiede

TRIER. Die Arbeitslosenquote in der Region ist auf 5,8 Prozent (13 855 Personen) gesunken. Damit muss Trier auch nicht den Vergleich mit den wirtschaftlichen Hochburgen in Baden-Württemberg oder Bayern scheuen. Auch die Ausbildungssituation ist entspannt. Doch von einem regionalen Jobwunder kann keine Rede sein.

Deutschland leidet unter der hohen Arbeitslosigkeit: Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen zwar erneut gesunken - doch 4 151 800 oder zehn Prozent sind weiterhin eine starke Belastung. Mit Blick auf die Zahlen könnten die Verantwortlichen in der Region Trier dagegen überaus zufrieden sein. Eine Arbeitslosenquote von lediglich 5,8 Prozent ist in Rheinland-Pfalz und dem Saarland absolute Spitze. Während auch noch in Koblenz (sechs Prozent), Landau oder Montabauer (je 6,2 Prozent) die Quote niedrig liegt, quält beispielsweise das Arbeitsamt Saarbrücken eine Quote von 10,7 Prozent. Auch beim reinen Städtevergleich liegt Trier mit 7,3 Prozent weit vor der Stadt Saarbrücken mit 13,3 Prozent.Massive Unterschiede

Aber auch in den einzelnen Geschäftsstellen in der Region gibt es ganz massive Unterschiede: Das Schlusslicht bildet traditionell die Stadt Trier (7,3), die geringste Quote schaffen im Oktober die Zweigstellen Morbach und Hermeskeil.Die Bandbreite der regionalen Arbeitslosenquoten in Rheinland-Pfalz reichte im Oktober von 4,3 Prozent in der Region Cochem, dann die beiden Top-Zweigstellen aus der Region, Hermeskeil und Morbach mit je 4,4 Prozent, bis zu 9,4 Prozent um Idar-Oberstein und 11,8 Prozent im Raum Pirmasens. Insgesamt hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Land im Oktober um 1600 auf 144 400 abgenommen. Die Arbeitslosenquote sank nach Mitteilung des Landesarbeitsamts vom Donnerstag geringfügig von 7,2 auf 7,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren aber 5900 (4,3 Prozent) mehr Menschen arbeitslos. Von der - für Oktober nicht typischen - positiven Entwicklung hätten fast ausnahmslos junge Leute profitiert. Sie hätten entweder doch noch eine Stelle gefunden oder sich für Studium oder Weiterbildung entschieden. Nach Einschätzung des Landesarbeitsamts laufen derzeit am Arbeitsmarkt zwar erhebliche Austauschprozesse ab - viele Menschen würden arbeitslos, andere fänden den Weg wieder in die Beschäftigung zurück. Von einer Wende zum Besseren könne aber keine Rede sein. Dazu sei die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern noch immer zu verhalten und die Kurzarbeit spiegele zu viele Unsicherheiten wider.