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Großer Nachholbedarf in der Wirtschaft

Großer Nachholbedarf in der Wirtschaft

Junge Frauen sind in technischen Berufen immer noch in der Minderheit. Die Agentur für Arbeit in Trier versucht, dem mit Aktionen entgegenzuwirken. Der sogenannte MINT-Tag gehört dazu.

Trier. 150 Mädchen, die sich für Technik interessieren - der jüngste Mint-Tag, den die Arbeitsagentur Trier angeboten hat, ist auf großes Interesse gestoßen.
Edeltraud Nikodemus, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Trier, wirbt für den Blick über den Tellerrand: "Abseits der allgemein bekannten und beliebten Ausbildungsberufe gibt es eine Vielzahl spannender Ausbildungsberufe in zukunftsträchtigen Branchen wie dem MINT-Bereich, deren Entdeckung lohnt. Wenn dann Fähigkeiten und Vorlieben der Jugendlichen hierzu passen, kann dies zu einer Erfolgsgeschichte werden."
Große Unterstützung hat der Aktionstag durch die Kooperationspartner - das Ada-Lovelace-Projekt an Universität und Hochschule Trier, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und das Balthasar-Neumann-Technikum - erfahren.
Dem Arbeitsmarkt im Bereich MINT gilt seit Jahren eine große Aufmerksamkeit. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs, aber auch die Erhöhung des Frauenanteils stehen dabei im Fokus. Die Abkürzung MINT symbolisiert keine homogene Berufsgruppe, sondern steht für eine Vielzahl unterschiedlicher Berufe, denen allen gemeinsam ist, dass für die Ausübung weitgehende Kenntnisse oder Fertigkeiten aus dem Feld der Mathematik, der Informatik, der Naturwissenschaften oder der Technik notwendig sind.
In Deutschland waren 2013 rund 7,3 Millionen MINT-Fachleute sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Die größte Gruppe bilden dabei die nichtakademischen Fachkräfte. Trotz wirtschaftlicher Turbulenzen hat sich die Beschäftigung in den letzten Jahren in vielen MINT-Berufsgruppen positiv entwickelt. Der Frauenanteil steigt nur langsam an, jedoch ist er immer noch mit 14 Prozent noch immer deutlich unterdurchschnittlich. red