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Gute Zahlen trotz Winter: Der Arbeitsmarkt im Februar

Arbeitsmarkt : Februar besser als erwartet

Gegen den üblichen Trend sind im Februar die Arbeitslosenzahlen in der Region Trier zurückgegangen. 10 716 Menschen suchen einen Job und damit genau 222 weniger als im Januar.

In den Wintermonaten treiben Kälte und Frost meist die Arbeitslosenzahlen hoch, bevor die Arbeitsagentur die Frühjahrsbelebung ausruft. Dieser Februar passt allerdings nicht ins Schema. Die Zahl der Jobsuchenden ist leicht zurückgegangen.

„Dass im Februar 222 Menschen wieder in Arbeit gefunden haben, kann vorsichtig als Anzeichen dieses Frühlingsaufschwungs gewertet werden“, sagt der Chef der Trierer Arbeitsagentur, Heribert Wilhelmi. Der Arbeitsmarktexperte warnt jedoch: „Erst um Ostern wird sich zeigen, ob die Winterarbeitslosigkeit komplett kompensiert werden konnte“. Noch ist die Lage für Jobsuchende in der Region jedoch gut. Es gibt 4656 offene Stellen, der Bestand hat sich seit Januar um knapp 300 erhöht. „Hieran erkennt man den großen Bedarf nach Arbeitskräften, doch Betriebe haben zunehmend Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden“, erläutert Heribert Wilhelmi.

Ähnliche Signale gibt es aus Nürnberg und Saarbrücken: Deutschlands Arbeitsmarkt bleibt ungeachtet zahlreicher Unkenrufe auch in Zeiten einer konjunkturellen Delle stabil. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar im Vergleich zum Januar um 30 000 auf 2,396 Millionen zurückgegangen.

Und mit einem Appell meldet sich die Chefin der Landesarbeitsagentur Rheinland-Pfalz/Saarland,  Heidrun Schulz: „Nach wie vor ist eine abgeschlossene Berufsausbildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Angesichts der Veränderungen am Arbeitsmarkt nimmt die individuelle Qualifizierung und Kenntnis­erweiterung einen immer größeren Stellenwert ein.“ Im Land waren rund 105 600 Menschen im Februar arbeitslos gemeldet, das waren 1200 Menschen (1,1 Prozent) weniger als vier Wochen zuvor. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,7 Prozent und hat sich somit im Vergleich zu Januar nicht verändert.