Gutes Fundament

TRIER. (hw) Vier Jahre ist es her, dass der Trierer Immobilien-Entwickler Waco sich mit der Frankfurter DIC zusammenschloss. Das Trierer Unternehmen ist inzwischen vollkommen in der Deutschen Immobilien Chancen (DIC) aufgegangen. An deren Spitze führt der Trierer Ulrich Höller als Vorstandsvorsitzender die Geschäfte.

Im vergangenen Jahrzehnt hatte sich die Waco als Projekt-Entwickler einen guten Namen in der Region Trier erworben. Nach dem Zusammenschluss mit der DIC-Immobiliengruppe wurde es still um Höller & Co. und dennoch hat auch das fusionierte Unternehmen seine "Duftmarken" in der Region hinterlassen. "Wir haben gemeinsam mit der Triwo die Umgestaltung des ehemaligen französischen Casinos am Trierer Kornmarkt realisiert oder gerade in Luxemburg das Business Center Glacis abgeschlossen", sagt DIC-Vorstands-Chef Ulrich Höller. Gleichzeitig zeigen die Projekte, dass die DIC sich vor allem bei größeren gewerblichen Objekten engagiert. 2004 erwarben DIC und Morgan Stanley beispielsweise ein Immobilienpaket der Frankfurter Sparkasse mit praktisch allen Frankfurter Geschäftsstellen der Bank. "Das Volumen der zu diesem Zeitpunkt größten Transaktion der Firmengeschichte der DIC betrug 150 Millionen Euro", erklärt Höller nicht ohne Stolz. Den Heimvorteil, den Höller durch seine Kenntnisse in der Großregion hat, möchte der DIC-Chef auch in Zukunft einbringen. "Es ist ein großer Vorteil, wenn man das Umfeld kennt. Doch für uns sind eigentlich erst Projekte ab zehn Millionen Euro interessant, und dort ist in Trier sicher nicht der ganz große Bedarf.” Anders sieht es aber in Luxemburg aus. Erst in diesem Jahr hat der Projekt-Entwickler die Vermarktung des Business Center Glacis in Luxemburg abgeschlossen. Die Immobilie war bereits vor Fertigstellung nahezu vollständig vermietet. Der letzte Teilabschnitt mit 7500 Quadratmetern wurde für 41 Millionen Euro an den bisherigen Mieter, die Crédit Agricole Investor Services Bank, verkauft; das gesamte Investitionsvolumen für insgesamt 20 000 Quadratmeter Nutzfläche hat rund 75 Millionen Euro betragen. "Luxemburg ist für uns als Projektentwickler ein hochinteressanter Markt”, sagt deshalb auch Höller, der hofft, dass die Erfolgsgeschichte des Unternehmens weitergeht und ihn zumindest ab und an in die alte Heimat zurückführt. Denn nach vier Jahren sind von der Waco in Trier neben den gelungenen Projekten nur noch die alten DIC-Firmenschilder übrig. "Wir sind ein Frankfurter Unternehmen, dass national und international operiert - aber eben von Frankfurt aus”, sagt der Trierer an der Spitze der DIC.

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