1. Region
  2. Wirtschaft

Händler der Region erwarten gutes Weihnachtsgeschäft - Luxemburger geben über 600 Euro für Geschenke aus

Händler der Region erwarten gutes Weihnachtsgeschäft - Luxemburger geben über 600 Euro für Geschenke aus

Die wichtigste Zeit des Jahres für die Einzelhändler beginnt heute: Mit dem ersten Advent startet das Weihnachtsgeschäft. Die Händler in der Region sind sich sicher, dass in den nächsten vier Wochen ordentlich die Kassen klingeln.

Trier. An Heiligabend, da werde es wieder einen Run auf Socken und Krawatten geben, ist sich Georg Kern sicher. Wie jedes Jahr werde es auch in diesem Jahr wieder jede Menge Last-Minute-Geschenke-Käufer geben, die bis kurz vor der Bescherung noch auf der Suche sein werden nach einem Präsent, sagt der Präsident des Einzelhandelsverbandes der Region. Die meisten werden aber wohl heute oder an den anderen drei Adventswochenenden ihre Geschenke einkaufen und für klingelnde Kassen in den Geschäften der Region sorgen. Kern rechnet damit, dass die Klassiker gefragt sein werden: Bücher, Spielwaren, Elektronik. "Und wenn es nächste Woche kalt wird, dann werden auch Kleider gut gehen", glaubt Kern. Ob der Weihnachtsumsatz in der Region in diesem Jahr über dem des vergangenen Jahres liegen wird, will Kern nicht voraussagen. Nur so viel: "Es wird brummen."Volle Einkaufswagen


"Wir sehen dem Weihnachtsgeschäft branchenübergreifend sehr positiv entgegen", sagt auch Jennifer Schaefer von der City Initiative Trier.
Das bestätigen auch Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK). Danach wollen neun von zehn Deutschen (91 Prozent) etwas verschenken. "Auch 2014 wird es wieder volle Einkaufswagen zur Weihnachtszeit geben", sagt GFK-Experte Wolfgang Adlwarth. Inzwischen stieg die Neigung der Verbraucher zu größeren Anschaffungen wieder, heißt es bei der GFK.
Auch wenn der Trend zum Internethandel gehe - mit bundesweit geschätzt zehn Milliarden Euro wird der Umsatz für das Weihnachtsgeschäft bei den Online-Händlern in diesem Jahr so groß sein wie noch nie -, bevorzuge eine Mehrheit der Kunden den Einkauf in den Geschäften. "Verständlich, denn man möchte eben gerne durch die Stadt bummeln, einen schönen Tag verbringen und sich einfach inspirieren lassen", sagt Schaefer. Die Konsumforscher sehen das ein bisschen anders: "Der Online-Handel wird noch stärker vom Weihnachtsgeschäft profitieren als der stationäre Handel", sagte Adlwarth. Als feste Größe können die Händler der Region auf die Kunden aus Luxemburg setzen. Ein Großteil der 665 Euro, die die Luxemburger für Geschenke ausgeben wollen, dürfte in Geschäften in Trier oder Bitburg landen. Und das vor allem in den nächsten zwei Wochen. Wie nämlich eine aktuelle Umfrage herausgefunden hat, plant die Mehrheit der Luxemburger, ihre Weihnachtseinkäufe in der ersten Dezemberhälfte zu machen.
Die Deutschen geben laut GFK im Schnitt 285 Euro für Geschenke aus. Allein der Umsatz mit Weihnachtsgeschenken könnte nach einer Umfrage der Konsumforscher bei rund 15 Milliarden Euro liegen.
Ähnlich wie in Deutschland erhalten auch in Luxemburg viele Beschäftigte zum Jahresende Weihnachtsgeld oder Sonderzahlungen. Einige bekommen sogar ein halbes oder ganzes 14. Monatsgehalt oben drauf. In Deutschland ist es laut einer Studie des wirtschaft- und sozialpolitischen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung immerhin mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer, die Weihnachtsgeld bekommt. Das träfe auch auf die Arbeitnehmer der Region zu, heißt es beim Deutschen Gewerkschaftsbund.Hälfte erhält Sonderzahlung


Genaue Zahlen, wer wie viel Weihnachtsgeld bekommt, hat man dort zwar nicht. Fest stehe aber, dass vor allem tariflich Beschäftigte mit der Sonderzahlung rechnen können.
So erhalten Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst genauso wie etwa Erzieher in kirchlichen Kindergärten zwischen 60 und 90 Prozent eines Bruttomonatsgehaltes als Weihnachtsgeld. Die Landes-Beamten müssen auf eine Extra-Bescherung zum Jahresende verzichten. Sie erhalten ihre Sonderzahlung anteilsmäßig mit dem monatlichen Gehalt. Wenn es nicht ausdrücklich im Tarif- oder im Arbeitsvertrag vereinbart ist, besteht kein Anspruch auf Weihnachtsgeld.