Hahn braucht die Werft

HAHN. (hw) Ein Flughafen ohne Werftbetrieb ist ein deutlicher Standortnachteil. Dies wissen die Verantwortlichen auf dem Hahn und deshalb laufen die Gespräche zur Rettung der in Insolvenz geratenen Firmen Aircraft Maintenance Germany (AMG) und Line Maintenance Service (LMS) auf Hochtouren.

Nach Auskunft der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH prüft die LTU Luftfahrt-Unternehmen GmbH, in den Werftbetrieb am Flughafen Frankfurt-Hahn einzusteigen. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage begrüßt das Engagement. "Ich bin davon überzeugt, dass der Werftbetrieb am Flughafen Frankfurt-Hahn Zukunft hat und unter neuer Führung wieder eine feste Basis für die Zukunftssicherung finden wird", sagte der Minister. In einem Gespräch mit dem Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Eckhard Finke, dem Geschäftsführer der LTU Luftfahrt-Unternehmen GmbH Jürgen Marbach sowie den Geschäftsführern der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH Andreas Helfer und Jörg Schumacher erörterte Minister Bauckhage heute die aktuelle Lage. "Der Flughafen Frankfurt-Hahn bietet hervorragende Standortvoraussetzungen für eine Flugzeug-Werft", betonte der Wirtschaftsminister im Anschluss an die Besprechung. Vorrangiges Ziel sei, die beiden Unternehmen wirtschaftlich fortzuführen. Größtes Potenzial der Unternehmen seien die hohe Kompetenz und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sowie die guten Marktchancen, hieß es weiter. Unterdessen findet der Flughafen Hahn weiteres Interesse. Der Südwestfunk meldet, die Gesellschaft berlinJet wolle noch im Frühjahr von Berlin den Flughafen Hahn oder Stuttgart ansteuern.