Hilfe für Winzer

Der Steillagenanbau an Mosel, Saar und Ruwer prägt die Kulturlandschaft. Doch das typische Bild ist in Gefahr. In den vergangenen 20 Jahren ging die Zahl dieser Lagen in Rheinland-Pfalz um 4000 Hektar zurück. Eine Beratungsoffensive des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) soll den Rückgang bremsen.

Trier. (hw) Seit mehr als 15 Jahren unterliegt der Weinbau einem dramatischen Strukturwandel, der mit einem rapiden Rückgang der Weinanbaufläche einhergeht. Heute werden knapp 9000 Hektar bewirtschaftet, das entspricht ungefähr dem Niveau von 1960. Seit 1990 sind etwa 4000 Hektar Rebfläche stillgelegt worden.

Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel hat eine neue Beratungsoffensive gestartet. Ziel ist es, die unkontrollierte Aufgabe von Rebflächen - insbesondere in den Steillagen - einzudämmen. Durch die prekäre Situation auf dem Fassweinmarkt seien viele Betriebe in eine wirtschaftliche Schieflage gekommen. Um einen nachhaltigen Steillagenweinbau zu ermöglichen, müsse die Rentabilität bei den zukunftsfähigen Betrieben gesichert werden. Die Winzer müssten die Kosten senken, die Produktivität erhöhen und Impulse in der Vermarktung setzen. Ziel soll in drei Schritten erreicht werden



Dazu hat das DLR ein dreistufiges Konzept erarbeitet. Dabei sollen Buchführungsdaten analysiert und interpretiert werden. Im zweiten Schritt sollen Schwachstellen und betriebswirtschaftliche Reserven aufgespürt werden, damit Anpassungsmöglichkeiten und Planungsalternativen bis hin zu neuen Vermarktungsoptionen aufgezeigt werden können.

Unter Telefon 06531/956-460 können sich Interessierte ab sofort über das neue Beratungsangebot informieren.