HINTERGRUND

Strukturwandel inder Landwirtschaft Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe verringerte sich zwischen 2001 und 2003 in Rheinland-Pfalz um mehr als zehn Prozent auf nur noch 29 330 Betriebe. Das berichtet das Statistische Landesamt Bad Ems.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft habe sich damit beschleunigt. In dem vorausgegangenen Zweijahreszeitraum von 1999 bis 2001 hatten bereits acht Prozent der Betriebe aufgegeben. Bundesweit reduzierte sich die Zahl der Betriebe nur um sechs Prozent auf knapp 450 000 Betriebe. Eine wesentliche Ursache für diese Entwicklung dürfte die sich verschlechternde Einkommenssituation landwirtschaftlicher Betriebe sein, so die Statistiker. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche der Betriebe verringerte sich in den letzten zwei Jahren dagegen nur um knapp ein Prozent auf 706 500 Hektar. Ein Landwirt bewirtschaftet damit heute im Durchschnitt 24 Hektar gegenüber 22 Hektar vor zwei Jahren. Die Betriebsaufgaben erfolgten überwiegend bei den kleineren Betrieben. So gab von den Betrieben, die weniger als zwei Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) bewirtschafteten, zwischen 2001 und 2003 etwa jeder sechste Betrieb auf. Die Zahl der Betriebe mit zwei bis fünf oder fünf bis zehn Hektar LF verringerte sich jeweils um knapp zwölf Prozent. Demgegenüber wiesen die Betriebe mit mehr als 100 Hektar LF eine Zunahme um 170 Betriebe oder zwölf Prozent auf. Die 1600 Betriebe mit jeweils mehr als 100 Hektar (5,5 Prozent aller Betriebe) bewirtschaften mittlerweile ein Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. (red)