HINTERGRUND

Arbeitslosenstatistik Die monatliche Statistik der Agentur für Arbeit für die jeweiligen Zuständigkeitskreise weist zwei verschiedene Arbeitslosenquoten aus: eine Quote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, und eine, bezogen auf alle abhängigen zivilen Erwerbspersonen.

Erstere gilt als der Referenzwert für Aussagen über die Lage am gesamten Arbeitsmarkt, da in ihr nicht nur alle voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einschließlich aller Auszubildenden, geringfügig Beschäftigten, Beamten und gemeldeten Arbeitslosen am Wohnort enthalten sind, sondern auch Selbstständige, mithelfende Familienangehörige und Soldaten. Die Quote bezogen auf alle zivilen Erbewerbspersonen fällt in der Regel deutlich höher aus als die bezogen auf abhängig zivile Erwerbspersonen. Der Grund: Da sich Selbstständige und mithelfende Familienangehörige weniger häufig arbeitslos melden, ist die Zahl der Gemeldeten - proportional gesehen zur Gesamtheit der Beschäftigten in diesen Bereichen - geringer. Außerdem ist beim Quotienten aus registrierten Arbeitslosen und allen Erwerbspersonen der Teiler größer, so dass automatisch ein geringeres Ergebnis herauskommt. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller Erwerbspersonen gilt darüber hinaus als so genannte "EU-Quote", die von allen EU-Staaten berücksichtigt wird und damit zum länderübergreifenden Vergleich genutzt wird. Im Oktober liegt die Arbeitslosenquote in der Region bei 5,2 Prozent. (sas)

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