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Hübsche Tochter mit Jubiläums-Bilanz

Hübsche Tochter mit Jubiläums-Bilanz

LUXEMBURGS. Die Luxemburger Tochter der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) hat trotz der Krise im Bankensektor ihren Gewinn im vergangenen Jahr um 50 Prozent auf 52,5 Millionen Euro gesteigert.

Wohl dem, der eine solche Tochter hat: Die Landesbank Rheinland-Pfalz kann nur mit Zufriedenheit auf die Entwicklung bei ihrer 100-prozentigen Tochter, der Landesbank Rheinland-Pfalz International (LRI), blicken. "Im 25. Jahr unseres Bestehens haben wir den höchsten Gewinn unserer Geschichte erzielt", sagt Paul K. Schminke, LRP-Vorstand und LRI-Aufsichtsrats-Chef, bei der Präsentation der Zahlen im Großherzogtum. Schminke hatte vor 25 Jahren die LRI im benachbarten Luxemburg aufgebaut und sieht mit großer Genugtuung die glänzende Entwicklung. 52,5 Millionen Euro Gewinn machte das Institut im abgelaufenen Geschäftsjahr und überwies eine Vorabdividende von 25 Millionen Euro an die Landesbank Rheinland-Pfalz. Die restlichen 27,5 Millionen des Gewinns wurden den Rücklagen zugeführt. 2001 lag der Jahresüberschuss bei 35 Millionen Euro. Dass solche Zahlen Banker glücklich machen, konnte auch der Aufsichtsratsvorsitzende Schminke nicht verhehlen: "Noch wichtiger als die Bilanzsumme ist natürlich der Ertrag." Doch auch die übrigen Zahlen lassen sich durchaus sehen: Mit einem Volumenwachstum von sieben Prozent erreichte die Bilanzsumme der Bank 9,6 Milliarden Euro. Die Bank verdient vor allem mit der Vermögensverwaltung, mit Private Banking und International Finance ihr Geld. "In diesen Kernbereichen haben wir unsere Position verbessern können", sagt Paul K. Schminke. Besonders in der individuellen Vermögensverwaltung sei die Kooperation mit den Sparkassen in Rheinland-Pfalz weiter ausgebaut und vertieft worden. Schminke sieht insgesamt die Landesbank Rheinland-Pfalz auf einem guten Weg und auf die Herausforderungen vorbereitet. Dies sei auch wichtig, denn der Finanzsektor stehe vor einschneidenden strukturellen Veränderungen. "Wir stehen vor der Herausforderung, die einer Quadratur des Kreises gleichkommt, unsere Rentabilität deutlich zu verbessern, unsere Kunden gleichzeitig einen höheren Mehrwert zu bieten und mit hohen Kosten verbundene Auflagen sowie Reglementierungen aus Brüssel und Basel zu bewältigen." Da kann die Mainzer Mutter froh sein, dass die Tochter ihre Hausaufgaben gemacht hat. Eigentümer der LRP sind die rheinland-pfälzischen Sparkassen (50 Prozent), die WestLB AG (37,5) und mit die Landesbank Baden-Württemberg (12,5).