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IG Metall kämpft um Jobs bei Franklin Electric

IG Metall kämpft um Jobs bei Franklin Electric

IG Metall und Betriebsrat gehen gegen den Jobabbau bei dem Wittlicher Spezialmotorenhersteller Franklin Electric vor. Etwa 100 der insgesamt 150 Mitarbeiter sind von einer geplanten Verlagerung der Produktion von Wittlich nach Brno (Tschechien) betroffen und haben eine Kündigung erhalten.

Gegen alle Kündigungen hat nun der Betriebsrat Widerspruch eingelegt und kämpft mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Arbeitsgericht darum, einen Unterlassungsanspruch durchzusetzen. "Unser Ziel ist es, der Geschäftsleitung zu untersagen, Kündigungen auszusprechen, bevor ein Interessenausgleich mit dem Betriebsrat abgeschlossen wurde oder eine Einigungsstelle das Scheitern der Verhandlungen festgestellt hat", sagt Roland Wölfl von der IG Metall. Geschäftsführer Manfred Hey sieht die Sache anders: "Wir haben mehrfach Terminvorschläge gemacht, die nicht angenommen wurden." Die Vorgabe des Mutterkonzerns, die Produktion zu verlagern, sieht er als unumstößlich an. "Die Entscheidung ist im Konzern in den USA getroffen worden. Wir haben aber großes Interesse in Sozialplanverhandlungen einzutreten, um die Auswirkungen der Kündigungen abzufedern", sagte er dem TV.
Anfang Juli hatte unsere Zeitung berichtet, dass das Unternehmen die Produktion der Vier-Zoll-Motoren ins Ausland verlagert.
Auslieferungslager, Entwicklungsabteilung, Vertrieb, Service, Finanzbuchhaltung und die Europazentrale sollen weiter am Standort Wittlich bleiben. hw