Im Einsatz für die Bürger

Im Einsatz für die Bürger

Den Mitarbeitern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz wird in ihrer Trierer Beartungsstelle nicht so schnell langweilig. Rund 15 000 Beratungen vermelden sie für 2007: Tendenz: weiter steigend.

Trier. Für viele Bürger ist die Verbraucher-Beratungsstelle in Trier erste Anlaufstelle, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Die Verbraucherberaterinnen Renate Schröder, Gudrun Hansen und Kirsten Thul-Kunsmann standen im vergangenen Jahr 13 000 Menschen aus der Region persönlich mit Rat und Tat zur Seite. Unterstützt wird das Team durch Mainzer Experten von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz oder Honorarkräften wie Energieberater Bernhard Andre.

Zu den vielen Beratungsgesprächen und telefonischen oder schriftlichen Hilfestellungen kamen noch rund 2000 Kontakte bei Vorträgen, Seminaren sowie bei Aktionstagen und Ausstellungen hinzu. Fürs erste Halbjahr 2008 haben die Verbraucherschützer bereits 8600 Beratungskontakte gezählt.

"Für erheblichen Unmut und Beratungsbedarf sorgten nach wie vor die gesetzeswidrige Telefonwerbung, die untergeschobenen Internetabonnements und fragwürdige Gewinnspiele sowie die steigenden Energiepreise", so das Fazit von Gudrun Hansen, Beraterin bei der Verbraucherzentrale in Trier. Um über die ständig neuen Angebote im Bereich der digitalen Medien zu informieren, bot die Verbraucherberatungsstelle Trier neben individuellen Beratungen auch Vorträge und Aktionstage mit Gerätedemonstrationen an. "Wir haben in Rheinland-Pfalz in den vergangenen beiden Jahren eine Verdopplung der Nachfragen zum Thema Internet-Abzocke festgestellt", sagte Lore Herrmann-Karch, Pressereferentin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, bei der Vorstellung der Bilanz.

Werden die Bemühungen der Verbraucherschützer von der Bundesregierung durch Gesetze unterstützt, zeige sich dies auch bei den Nachfragen. Nach der schärferen Gesetzgebung bei "Klingelton-Abos" seien in diesem Bereich die Nachfragen gegen Null gegangen.

In andere Bereichen lässt die gesetzliche Grauzone "Abzockern" indes noch viel Spielraum, wie die Verbraucherzentrale feststellen muss. Mit Besorgnis registrierte die Verbraucherzentrale, dass Trittbrettfahrer zunehmend den guten Ruf und den Namen der Verbraucherzentralen missbrauchten, um mit unlauteren Methoden Geschäfte anzubahnen. "Angebliche Verbraucherschützer bieten beispielsweise einen vermeintlichen Schutz vor Belästigung durch Telefonwerbung, wobei sie mit ihren unerbetenen Anrufen selbst gegen geltendes Recht verstoßen", erklärt Renate Schröder. In anderen Fällen suchen sie so Zugang zu den Haushalten, um Finanzdienstleistungen verkaufen zu können. "Diese Machenschaften werden die rheinland-pfälzischen Verbraucherschützer weiterhin vehement bekämpfen," sagt Schröder.