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In vielen kleinen Schritten zu mehr Kooperation in der Großregion

Trier. "Konkrete Ergebnisse" lautet das Ziel des Wirtschafts- und Sozialausschusses in der Großregion. Auf der ersten Vollversammlung unter rheinland-pfälzischer Präsidentschaft haben die Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in fünf Bereichen mehr Kooperation vereinbart.

Trier. Es sind die kleinen Schritte, die den Menschen im Grenzgebiet von Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich oft das Leben erleichtern. Eine dieser Etappen könnte die Vernetzung der verschiedenen Arbeitsbehörden sein, wie sie die Stellen nun - zusammen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer - vereinbart haben. Schon bald sollen die Statistik- und Computersysteme der einzelnen Regionen so vernetzt sein, dass jeder Grenzgänger einen Überblick über den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt auch in den Nachbarländern hat.
Dieser erste Schritt soll nur einer von vielen sein, so, wie die rheinland-pfälzische Landesregierung ihr Motto zur zweijährigen Präsidentschaft in der Großregion formuliert hat. "Der Arbeitsmarkt in der Großregion - gemeinsame Herausforderungen und grenzüberschreitende Antworten". Unter diesem Titel sollen bis 2014 nun auch fünf Arbeitsgruppen des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion (WSAGR) Projekte und Vorhaben umsetzen. In den Bereichen Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, Arbeitsmarkt und demografischer Wandel, Jugend, Arbeitslosigkeit und Ausbildung, Verkehr und Mobilität sowie Gesundheit und Selbstmarketing wollen die Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bis Ende 2014 "möglichst viele konkrete Ergebnisse" erzielen, wie ihr neuer Präsident und Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) West, Dietmar Muscheid, sagt. Das sei zwar ein "Bohren vieler dicker Bretter, aber auch kleine Schritte tragen dazu bei, in der Sache voranzukommen", sagt er. Bis zur nächsten Vollversammlung im November will er erste Ergebnisse vorlegen. Eines der Projekte, das in den kommenden zwei Jahren nun endlich umgesetzt sein soll, ist das Interreg-Projekt eines einheitlichen Fahrplan-Informationssystems in der Großregion. Unter Leitung des Luxemburger Verkehrsverbundes soll es für Pendler bis Ende 2014 möglich sein, die Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen quer durch die Großregion abzustimmen. sas