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IT-Großhändler bündelt Geschäfte: Trier verliert 60 Jobs

 Die Ingram Micro-Niederlassung (vormals Bright-Point) in Trier (Archivfoto)
Die Ingram Micro-Niederlassung (vormals Bright-Point) in Trier (Archivfoto) FOTO: Sabine Schwadorf
Trier/München. Der weltgrößte IT-Großhändler, Ingram Micro, will seine beiden deutschen Distributionszentren zusammenziehen. Für den Standort Trier bedeutet dies ein Verlust von 60 Arbeitsplätzen. Im vergangenen Oktober hatte das Unternehmen mit Sitz in Santa Ana in Californien Bright-Point mit dem Standort Trier übernommen. Heribert Waschbüsch

"Damit Ingram Micro Mobility gestärkt aus der Akquisition hervorgeht, wird erwogen, die beiden Standorte der Distributionszentren in Straubing und Trier ab 2014 in Straubing zu konzentrieren. Dies würde die Verlagerung von rund 60 Arbeitsplätzen in der Logistik von Trier nach Straubing bedeuten", erklärt das Unternehmen.

In Straubing seien insgesamt rund 540 Mitarbeiter beschäftigt, in Trier für die BrightPoint Germany GmbH seien noch rund 120 Mitarbeiter tätig. Der Betrieb von zwei Logistik-Zentren in Deutschland sei nicht kosteneffizient.

"Unser Ziel ist es, eine für die betroffenen Mitarbeiter faire Übereinkunft mit dem Betriebsrat zu erreichen. Daher gibt es hierzu in den kommenden Wochen intensive Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung", erläutert Patrick Stahl, der in der Geschäftsleitung von Ingram Micro in Deutschland das Personalwesen verantwortet.
Der Geschäftsbereich "Go-to-market-Seite" soll weiter von Trier aus tätig sein.

Demnach bleiben wohl zunächst 60 Arbeitsplätze in Trier bestehen. Schon bei der Übernahme des Unternehmens durch den US-Konzern gab es Befürchtungen bei der Stadt Trier, dass hier Arbeitsplätze in Gefahr sind. Im Juli 2012 hatte Bright-Point am Standort in Trier noch 170 Arbeitsstellen. hw