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Jahresmitte: Rekordhoch am Ausbildungsmarkt

Jahresmitte: Rekordhoch am Ausbildungsmarkt

Bei der IHK Trier wurden bis Ende Juni bereits 1190 Ausbildungsverträge und damit 16,7 Prozent mehr als im Jahr 2007 eingetragen. Eine Rolle spielt auch der frühere Ferienbeginn, der zur Folge hat, dass die Verträge früher abgeschlossen und eingereicht werden als im Vorjahr, teilt die IHK mit.

Trier. (red) "Weil die Situation so gut ist, sehen wir sehr gute Chancen, dass auch in diesem Jahr wieder jeder ausbildungswillige und ausbildungsfähige Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommt", sagt Marcus Kleefisch, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. Den IHK-Unternehmen fehlten allerdings zunehmend geeignete Bewerber zur Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. Das gelte für alle Hotel- und Gaststättenberufe sowie für Berufe der Metall- und Elektrotechnik. Während der Groß- und Außenhandel auch noch viele offene Stellen verzeichne, seien die Berufe im Einzelhandel und Bürobereich immer noch überlaufen. Dies bedeutet aus Sicht der IHK für die Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle haben, flexibel zu sein und sich umfassend über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. "Dabei ist es wichtig, dass sich die Bewerber nicht zu sehr auf einen Wunschberuf festlegen", so Kleefisch. "Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessern sich erheblich, wenn die Suche auf mehrere Berufsfelder ausgeweitet wird." Sorgen bereite der Wirtschaft der immer noch hohe Anteil nicht ausbildungsfähiger Jugendlicher. Mangelnde Ausbildungsreife bleibe Ausbildungshemmnis Nummer eins, so die jüngste Ausbildungsumfrage im Bereich der IHK Trier. Rund 15 Prozent aller Schulabgänger seien nicht oder nur bedingt ausbildungsfähig. Deshalb begrüße die IHK grundsätzlich die Initiative der Landesregierung "Keiner ohne Abschluss" im Rahmen der Strukturreform "Realschule plus".