Jeder dritte Arbeitnehmer in der Region ist älter als 50 Jahre

Jeder dritte Arbeitnehmer in der Region ist älter als 50 Jahre

Der Anteil der über 50-Jährigen in den Belegschaften steigt: In der Region Trier lag er Ende September 2012 bei fast 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Konsequenz: Die Betriebe müssen sich auf alternde Teams vorbereiten.

Firmenbelegschaften werden künftig stark durch Ältere geprägt sein. So lautet ein Ergebnis der Bevölkerungsvorausberechnung der statistischen Ämter von Bund und Ländern. Ein Blick auf die Region Trier bestätigt den Trend: Laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit lag der Anteil der über 50-Jährigen an den in der Region sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 2007 bei 23 Prozent, 2009 bei circa 26 Prozent und 2012 bei fast 30 Prozent (Stichtag jeweils 30. September).

Eine Konsequenz für Unternehmen, die den Fachkräftemangel schon jetzt spüren: Sie müssen Mitarbeiter so lange wie möglich fit und motiviert im Betrieb halten und auch Ältere neu einstellen. "Früher hat man sich mit der Frage, wie man eine Position im Unternehmen besetzt, dann beschäftigt, wenn sie frei wurde. Heute macht man sich schon jetzt über freie Stellen in ein paar Jahren Gedanken", sagt Sabine Plate-Betz, Geschäftsführerin der Vereinigung Trierer Unter- nehmer. Auch die Tendenz zur Frühverrentung werde zurückgehen, "weil die Mitarbeiter einfach gebraucht werden".

Weil das Durchschnittsalter der Belegschaften steigt, wird sich auch die Arbeitsstruktur ändern. Professor Thomas Ellwart, Leiter der Abteilung Wirtschaftspsychologie an der Uni Trier, erforscht, wie eine Zusammenarbeit in altersgemischten Teams funktionieren kann. Eine seiner wichtigsten Thesen: Die Mitarbeiter dürfen sich und die anderen nicht über das Alter, sondern sollten sich über ihre Fähigkeiten definieren. Altersspezifische Vorurteile erst gar nicht aufkommen zu lassen, sei eine der Herausforderungen für Führungskräfte.

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