Junge Forscher mit Spaß am Wissen

Junge Forscher mit Spaß am Wissen

Insgesamt 60 Arbeiten haben Kinder und Jugendliche an diesem Wochenende im Wettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren vorgestellt. Am Ende gab es nicht nur glückliche Gewinner, sondern auch viel Spaß.

Trier. "Verwirkliche Deine Idee" ist das diesjährige Motto des Wettbewerbs Jugend forscht - Schüler experimentieren. In der Aula der Hochschule Trier präsentierten gestern über 115 Schüler und Jugendliche ihre Forschungsergebnisse. Die einzelnen Stände der Wettbewerbsteilnehmer zeigten bereits die Vielfalt der verschiedenen Forschungsgebiete und -gegenstände. Nur im Abstand von wenigen Metern entfernt finden sich nebeneinander Zuckerkristalle, Käfer, Computerexperimente oder Videos.
Projekt mit Fahrradhelm


Der 14-jährige Max Fischer hat sogar ein Fahrrad dabei. Sein Projekt heißt "Ohne Helm gibt\'s was auf die Ohren". Das ist sogar wörtlich zu verstehen: Der Helm ist durch einen Sender mit einer Box unter dem Sattel verbunden. Sobald sich jemand ohne einen Helm zu tragen auf das Rad setzt, ertönt ein Alarm. "Eine Umfrage an meiner Schule hat gezeigt, dass vor allem die älteren Schüler kaum noch einen Helm tragen. Mit meinem Modell kann man den Helm nie mehr vergessen", erklärt der Schüler. Für dieses Projekt erhielt Max Fischer im im Gebiet Arbeitswelt (Bereich Schüler experimentieren) schließlich den ersten Platz. Über den Sieg im Jugend-forscht-Wettbewerb kann sich im Bereich Mathematik und Informatik Natalie Gdanitz freuen. Die 18-Jährige hat sich mit dem Informationsgehalt von Bitmaps beschäftigt. Mit einem Programm hat sie Pixel in Fotos zunächst gelöscht und dann wieder rekonstruiert. Das Ergebnis: Je ähnlicher Farben auf einem Foto sind, desto geringer ist der Informationsgehalt.
Forschung zum Essen


Am Stand von Felix Hofmann von Kap-herr können die Besucher die Forschungsergebnisse sogar essen. Der 13-Jährige hat verschiedene Verfahren zur Konservierung von Obst und Gemüse getestet. Das Ergebnis schmeckt nicht nur gut, sondern konnte auch den ersten Platz in Biologie (Schüler experimentieren) ergattern.
Interessiert lassen sich die Besucher des Wettbewerbs die einzelnen Stände erklären. Moritz Lübken hat einen Einplatinencomputer gebaut, mit dem man Elektrogeräte und Heizungen im Haus steuern kann. "Das gibt es zwar schon von verschiedenen Firmen, aber meine Variante ist wesentlich kostengünstiger", erklärt der 15-Jährige sein Projekt "Raspberry Pi".
Lange auf ihren Plätzen hält es die Kinder und Jugendlichen dennoch nicht. Denn auch sie müssen natürlich einmal nachsehen, was am Nachbarstand so präsentiert wird. So stehen an diesem Nachmittag auch der Austausch untereinander und der Spaß an der Forschung für die Teilnehmer im Vordergrund.