1. Region
  2. Wirtschaft

Kampf gewonnen: Telekom behält in Trier 90 IT-Mitarbeiter

Kampf gewonnen: Telekom behält in Trier 90 IT-Mitarbeiter

Die Freude bei der rheinland-pfälzischen Arbeits- und Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) muss groß gewesen sein. Denn schon einen Tag vor der Verkündigung hatte sie sich über den Erhalt des Telekom-IT-Standortes per Internet gefreut (der TV berichtete). Gestern nun gab es die offizielle "Glücksmeldung".

Trier. "Die Mitarbeiter und wir als Gewerkschaft sind natürlich total glücklich", sagt der Verdi-Verantwortliche Manfred Fritschen. Nachdem die Deutsche Telekom im Herbst verkündet hatte, das der IT-Standort an der Mosel geschlossen und die knapp 90 Mitarbeiter nach Bonn oder Frankfurt versetzt werden, ist nun Trier doch auf Jahre gesichert. "Wir haben das zum Teil dem Engagement unserer Politiker zu verdanken", sagt Fritschen. Wie schon bei der Schließungsdrohung beim Telekom-Callcenter 2008 ist es nun wieder Betriebsrat und Gewerkschaft gelungen, die Mandatsträger in Mainz und Berlin für den Telekomstandort zu gewinnen. "Über alle Parteigrenzen hinweg haben die Politiker für uns gekämpft", sagt Fritschen. Beim Callcenter konnten damals 130 Stellen für den Standort gerettet werden, inzwischen arbeiten hier über 200 Menschen. Eine ähnliche Entwicklung erhoffen sich nun die Verantwortlichen bei der Telekom-IT-Sparte. Zunächst sollte Trier geschlossen werden, nach Abschluss aller Verhandlungen wurde der Moselstandort neben Bonn, Darmstadt, Münster, Regensburg, Leipzig, Hamburg und Hannover nun aber sogar zu einem der acht Innovationszentren erklärt. Die 90 Arbeitsplätze sind sicher. Der Ausbau soll bis 2014 abgeschlossen sein. "Wir rechnen mit weiteren hoch qualifizierten Arbeitsplätzen, wissen aber noch nicht wie viele es zusätzlich werden", sagt Fritschen. hw