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Verkäufe
Kartellamt prüft Verkauf regionaler Tankstellen

Trier. Der Trierer Tankstellen-Moguel Peter Jan Schlüschen plant offenbar den Verkauf seiner elf Betriebe auf deutscher Seite. Laut einer Mitteilung des Bundeskartellamts will der Deutschlandableger  des französischen Mineralölkonzerns Total die Tankstellen kaufen. Von Rolf Seydewitz

Schlüschen selbst wollte sich auf Anfrage unserer Zeitung unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht zu den Plänen äußern.

Die Autohof Görgen GmbH betreibt in der Region unter anderem Tankstellen in der Trierer Zurmaiener Straße, in der Kölner Straße in Bitburg und an der Bundesstraße 51 bei Windmühle. Daneben gibt es noch einen selbstständigen Firmenableger in Luxemburg, die Luxoil-Tankstelle in Wasserbillig. Sie soll offenbar nicht verkauft werden.

Vor fünf Jahren hieß es, dass Luxoil die Hälfte des gesamten Umsatzes der Unternehmensgruppe Görgen von jährlich 65 Millionen Euro mache. Damals beschäftigte die Gruppe 230 Mitarbeiter.

Das Kartellamt hat in dem Fall des beabsichtigten Verkaufs ein sogenanntes Hauptprüfverfahren eingeleitet. Das wird gemacht, wenn es Anhaltspunkte für wettbewerbliche Probleme gibt, ist auf der Internetseite der Behörde zu lesen. Das Verfahren kann vier Monate dauern. Im Fall Görgen gab es eine Fristverlängerung bis Mitte April. Spätestens dann dürfte also feststehen, ob die QWettbewerbshüter den Verkauf absegnen.

Peter Jan Schlüschen und seine Ehefrau Marie-Theres gelten in der Branche als Vorreiter bei der Umwandlung der Tankstellen in Servicecenter mit angegliederten Waschstraße, Bäckerladen und Mini-Supermarkt.