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Krise schwächt Handwerk

Krise schwächt Handwerk

Die vier Handwerkskammern in der Großregion haben erstmals gemeinsam ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Situation abgegeben: Es zeigt sich, dass die Krise in Lothringen, Luxemburg, dem Saarland und der Region Trier ihre Spuren hinterlässt.

Trier. (hw) Mit rund 165 000 kleinen und mittleren Betrieben und einem Gesamtumsatz von rund 80 Milliarden Euro kommt dem Handwerk in der Großregion eine besondere Bedeutung zu. Triers Handwerkspräsident Rudi Müller, gerade für die kommenden Jahre als Präsident des Interregionalen Rates der Handwerkskammern (Luxemburg, Lothringen, Saarland und Trier) gewählt, hebt dies hervor: "In unseren Handwerksbetrieben arbeiten etwa 790 000 Beschäftigte. Nahezu 50 000 Lehrlinge erhalten in den Handwerksbetrieben der Großregion eine qualifizierte Ausbildung." Seit 2005 sei etwa die Anzahl der Betriebe im Handwerk der Großregion um 5,5 Prozent gestiegen. Die Beschäftigtenzahlen zeigen mit 5,1 Prozent ebenfalls eine positive Entwicklung. Die Gesamtzahl der Auszubildenden im Handwerk sei seit 2005 sogar um 7,3 Prozent gestiegen.

Doch wie die Ergebnisse der Konjunkturumfragen zeigen, wurde auch das Handwerk in weiten Teilen der Großregion von den Auswirkungen der Finanzkrise erfasst. Dabei kühlte sich im ersten Quartal des Jahres 2009 die Stimmung bei vielen Handwerksunternehmen, vor allem in den deutschen Regionen sowie in Luxemburg, spürbar ab. Auftrags- und Umsatzrückgänge wurden aus fast allen Branchen an die Handwerkskammern gemeldet. Erfreulich sei indes, dass die überwiegende Mehrzahl der Betriebe die Zahl ihrer Mitarbeiter stabil halte. Merklich zurückgegangen sei die Investitionsbereitschaft der Handwerksbetriebe. Infolge des Abschwungs habe es besonders die handwerklichen Zulieferer getroffen, die unter der wegbrechenden Nachfrage im industriellen Bereich litten, stellen die vier Kammern fest.

Die HWK Trier lädt für Mittwoch, 8. Juli, zur Frühjahrs-Vollversammlung ein. Sie ist um 15 Uhr im Tagungszentrum in der Loebstraße 18. Die interne Arbeitssitzung beginnt bereits um 14 Uhr. Der Präsident des Deutschen Handwerkkammertages, Otto Kentzler, spricht zum Thema "Mit der Sozialen Marktwirtschaft aus der Krise".