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Leidenschaftlicher Bio-Schreiner aus dem richtigen Holz

Leidenschaftlicher Bio-Schreiner aus dem richtigen Holz

Das Schreinerhandwerk ist für ihn Leidenschaft, ehrenamtlicher Präsident der Handwerkskammer (HWK) Trier zu sein eine Selbstverständlichkeit: Rudi Müller feierte seinen 60. Geburtstag mit rund 80 Ehrengästen.

Trier. Ein bisschen verdreht komme er sich nun doch vor, sagte Handwerkspräsident Rudi Müller, ähnlich wie es in seinem musikalischen Wunsch-Titel "Turn! Turn! Turn!" von Pete Seeger heiße. Denn am Ende des Empfangs mit rund 80 Gästen zu Ehren seines 60. Geburtstages standen viel Lob, Anerkennung und Wertschätzung für den "Bio-Schreiner" (Oberbürgermeister Klaus Jensen), "der aus dem richtigen Holz geschnitzt ist" (Kreishandwerksmeister Herbert Tschi ckardt) und der zu seinem Ehrentag gar nicht gern im Rampenlicht stehen wollte. Doch das lasse das Reglement nicht zu, sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Manfred Bitter amüsiert und ehrte Müllers Eigenschaft als leidenschaftlicher Schreiner, stets die Sache in den Vordergrund zu stellen: "Auch ich bin stolz auf diesen Präsidenten."
Die Schar der Gratulanten war nicht nur groß, sondern auch erlesen: Ministerpräsident Kurt Beck etwa unterbrach seinen Urlaub an der Mosel für einen Kurztrip nach Trier, SPD-Bundestagsabgeordneter Manfred Nink verbrachte den Vormittag seines eigenen 61. Geburtstages am selben Tag lieber in der Handwerkskammer, da kamen Vertreter der Kommunen, der Politik, der Kultur, der Kirchen, der Berufsschulen, der regionalen Banken - um dem "Präsidenten, Schreinermeister und Menschen Rudi Müller Ehre zu erweisen und zu danken für die sachlich kompetente Zusammenarbeit und seine ehrliche Herzlichkeit", lobte der Trierer OB. Sein "motivierendes Lachen" habe es sogar schon bis nach Berlin geschafft, sagte Holger Schwannecke vom Zentralverband des Deutschen Handwerks. Er zeichnete Müller aus mit der goldenen Ehrennadel des Handwerks für sein langjähriges Engagement und seine Fähigkeit, "Orientierung zu geben, mit anzupacken und generationsübergreifend zu denken".
Der leidenschaftliche Wanderer Müller zeichnete sich durch Bescheidenheit aus: "Schreiner zu sein ist mein Traumberuf. Für mich war nie etwas Besonderes dabei, mich ehrenamtlich zu engagieren. Die vielen Kontakte und die Wertschätzung freuen mich einfach." sas