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Lohnrückgang in der Industrie

Lohnrückgang in der Industrie

Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems in Rheinland-Pfalz 2009 durchschnittlich 41 169 Euro brutto. Das waren 1,2 Prozent mehr als 2008.

Bad Ems. (red) Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent. Lässt man Sonderzahlungen, wie tarifliche Einmalzahlungen oder Leistungsprämien, außer Acht, lagen die Verdienste bei durchschnittlich 37 807 Euro.

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich bestimmt von der Art der ausgeübten Tätigkeit. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen bei den Vollzeitbeschäftigten - über alle erhobenen Wirtschaftsbereiche hinweg - ungelernte Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 22 285 Euro. Beschäftigte in leitender Position verdienen dagegen mit 70 778 Euro mehr als dreimal so viel.

In der Industrie erhielten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchschnittlich 42 898 Euro, das waren 1,1 Prozent weniger als im Jahr 2008. Ursachen für den Rückgang sind hauptsächlich die Zunahme der Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden. Der Durchschnittsverdienst im Dienstleistungsbereich erhöhte sich dagegen um 3,1 Prozent auf 39 911 Euro brutto.

Die Verdienstunterschiede zwischen den Wirtschaftsbereichen sind beträchtlich. Die höchsten Verdienste erzielten die Beschäftigten in der Energieversorgung (60 160 Euro). Dagegen wurden die niedrigsten durchschnittlichen Bruttojahresverdienste im Wirtschaftsbereich "Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" (meist Zeit- und Leiharbeitnehmer/23 423 Euro) gezahlt.