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Luxair lässt Preise purzeln

Luxair lässt Preise purzeln

LUXEMBURG. Die luxemburgische Fluggesellschaft Luxair nimmt mit einer neuen Preisstruktur und einem neuem Streckennetz den Konkurrenzkampf mit den Billigfluganbietern – insbesondere Ryanair – auf.

"Wir gehen mit neuem Schwung in den Winterflugplan", kündigte Martin Isler, beigeordneter Luxair-Generaldirektor, an. Die neue für London, Porto und Rom eingeführte Preisstruktur biete attraktive Tarife, die der Luxair Marktanteile zurückbringen soll. "Wer mindestens 21 Tage im Voraus bucht, zahlt nur 84 Euro für einen Hin- und Rückflug nach London, oder nur 129 Euro für Porto oder Rom", erklärt Isler. Zuzüglich Flughafengebühren, Steuern und Treibstoffzuschlag kommen ab diesen Herbst Luxair-Kunden damit für rund 150 Euro nach London und zurück und für knapp 180 Euro (Hin- und Rückflug) nach Rom oder Porto. "Dabei werfen wir nicht nur fünf Plätze auf den Markt, sondern für alle Flüge gibt es ein gutes Angebot." Wie auch bei allen Billigfluglinien hat der Kunde die besten Chancen auf die günstigen Flüge, der frühzeitig bucht. Noch günstiger sind die Jugendtarife - die bei Luxair bis zu einem Alter unter 25 Jahren gelten: Den einfachen Hinflug nach London gibt es inklusiv aller Steuern und Gebühren für knapp 45 Euro nach London Heathrow oder London City und für jeweils rund 65 Euro nach Rom und Porto. Losgelöst von diesen Angeboten hat Luxair die gesamte Preisstruktur "verflacht". "Damit wollen wir von dem Image wegkommen, eine teuere Airline zu sein und wir wollen eine hohe Flexibilität zeigen", sagte Isler. Insgesamt wurden die Durchschnittspreise um rund 35 Prozent gesenkt - entsprechend erwartet sich die Airline eine steigende Auslastung seiner Flüge. Beim Vertrieb setzt Luxair auf die Reisebüros. "Für uns ist dieser Vertriebsweg besonders wichtig, denn alle unsere Flüge sind zum gleichen Preis in Reisebüros oder im Internet zu buchen", sagt der Luxair-Direktor. Auch mit einer "Optimierung des Streckennetzes" möchte die luxemburgische Airline verloren gegangenen Boden gutmachen. Statt nach Bergamo fliegt man Mailand-Malpensa (21 mal die Woche) an, täglich (außer sonntags) geht es nach Porto, die Flüge nach Budapest werden auf montags, freitags und sonntags reduziert und Warschau, Athen und Lissabon sind aus dem Winterflugplan gestrichen. "All diese Änderungen für die Wintersaison sind punktuelle Änderungen, um kurzfristig den Erwartungen unserer Kunden gerecht zu werden", erklärte Martin Isler. Doch was die Preisstruktur angeht, kann sich der Luxair-Manager vorstellen, auf den Sommer-Routen, beispielsweise nach Barcelona, den Billigfliegern ins Gehege zu kommen.