Luxair sucht Anschluss

Die luxemburgische Fluggesellschaft Luxair will neue Kunden in der Region gewinnen. Bei einem vom Trierer CDU-Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster organisierten Treffen mit Politikern und Wirtschaftsvertretern in Luxemburg wurde über neue Möglichkeiten diskutiert.

Luxemburg. (wie) Luxair sucht Anschluss in der Region: Während man im Saarland mit dem verstärkten Angebot auf dem Saarbrücker Flughafen neue Kunden gewonnen habe, sei Luxair in und um Trier noch zu wenig präsent, sagte Luxair-Chef Adrien Ney. Er nutzte das vom CDU-Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster organisierte Treffen, um für Luxair als die Fluggesellschaft der Großregion zu werben. Man wolle noch mehr Kunden aus dem Grenzgebiet gewinnen, sagte Ney. Rund 28 000 Luxair-Fluggäste kommen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, das entspricht zwölf Prozent der Gesamtkunden. Knapp 16 Millionen Euro Umsatz macht Luxair mit den deutschen Kunden. Das Potenzial sei aber noch viel größer, sagte der Luxair-Chef. Kaster regte an, die Beschilderung zum Flughafen Luxemburg auf deutscher Seite zu verbessern.

Die Politiker und Unternehmer kritisierten die zu hohen Ticketpreise bei Luxair. Ney und Alberto Kunkel, Chef des unternehmenseigenen Reiseveranstalters Luxair-Tours, verwiesen auf Sonderangebote, mit denen man mit sogenannten Billigfliegern konkurrieren könne. Die Wirtschaftskrise macht auch Luxair zu schaffen. Die Zahl der Passagiere ist laut Ney in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen, auch die Menge der von Luxair auf dem Luxemburger Flughafen umgeschlagenen Fracht ist innerhalb eines Jahres um 20 Prozent eingebrochen. Trotzdem, so Ney, versuche man, Entlassungen zu vermeiden.

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