Messe für Gründer

TRIER. (red) Ein Forum für Jungunternehmer und Existenzwillige bot die Leistungsschau "Fima – fit am Markt", die an diesem Wochenende in den Trierer Messehallen Premiere feierte. 50 Aussteller waren bei der Erstauflage dabei.

Die Zahl der Existenzgründungen ist im vergangenen Jahr sprunghaft gestiegen. Doch trotz zunehmender Quantität machen sich die Verantwortlichen in der Region Sorgen um das Gründungsklima. Mit der Leistungsschau "Fima" von Gründern und jungen Unternehmern sollten die Existenzgründer eine Plattform für ihre Leistungsfähigkeit bekommen - ebenso sollte die Messe Gründungswilligen bei ihrem Sprung in die Selbstständigkeit helfen. "Im Jahresvergleich 2004 zu 2003 hat sich die Zahl der Gewerbeanmeldungen um 23 Prozent und die der Neuerrichtungen um 25 Prozent erhöht. Mit rund 84 Neuerrichtungen pro 10 000 Einwohner bewegt sich die Gründungsintensität in der Region Trier aber weiterhin unter dem Niveau des Landes Rheinland-Pfalz", sagte Axel Simon (Bitburger Getränkegruppe) als stellvertretender IHK-Präsident zur Zielrichtung der Messe. Organisiert wurde die "Fima" gemeinsam von der Handwerkskammer Trier (HWK), der Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) und dem Institut für Mittelstandsökonomie (Inmit). Neben der Gründungsintensität sei aber auch die Qualifikation vieler Unternehmensgründer ein Problem, wie der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Trier, Hans-Hermann Kocks, in einer Diskussionsrunde bemerkte. Viele Ich-AGs und Gründungen würden häufig aus finanzieller Not heraus geboren, sie seien schlecht vorbereitet und hätten deshalb häufig eine unterdurchschnittliche Überlebenschance. Die Handwerkskammer Trier hat mit speziellen Qualifikations-Modulen auf die Ansprüche der Gründer reagiert: Jeder Unternehmer kann sich die Module aussuchen, die er benötigt und nach und nach seine Unternehmer-Fähigkeiten verbessern. Professor Axel Schmidt (Inmit) sieht vor allem an den Hochschulen ein großes Gründungspotenzial, das noch nicht ausgeschöpft würde. Mit der Hochschulinitiative Fit-Exist habe man in der Vergangenheit gute Erfahrungen in der Region gemacht und einiges angeschoben. Wichtig sei es aber auch, dass solche Aktionen hinreichend Nachhaltigkeit erfahren. Dabei rechnet die Region mit der Hilfe des Landes. Die bot der Leitende Ministerialrat im Wirtschaftsministerium, Hans Georg Schneider, an. Das Land begleite die Gründungsphasen mit Maßnahmen und Hilfen, unterstütze die Regionen bei ihrem Weg, ein gutes Gründungsklima zu schaffen. Bei einer Diskussion gaben Willi Hubor (Hubor & Hubor/Mettendorf) und Thomas Stiren (rdts/Trier) ihre Erfahrungen als erfolgreiche Unternehmer weiter. Nicht nur an Gründer richtet sich der Vortrag von Piro Micic: "Wie Sie Zukunftschancen vor der Konkurrenz erkennen und nutzen."