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Mildes Klima bietet gute Aussichten

Mildes Klima bietet gute Aussichten

Die Nachfrage nach Fachkräften ist im Laufe des Februars gestiegen. Das macht die Agentur für Arbeit optimistisch. Im vergangenen Monat aber hat der positive Trend noch nicht durchgeschlagen. Gegenüber dem Januar ist die Arbeitslosigkeit um knapp 50 Menschen auf 13 136 gestiegen.

Trier. "Im letzten Monat mussten sich wesentlich weniger Menschen arbeitslos melden als im Januar", sagt Heribert Wilhelmi, Leiter der Trierer Arbeitsagentur. "Gleichzeitig haben mit 1048 Männern und Frauen wieder deutlich mehr Menschen einen neuen Job gefunden. Das ist ein gutes Zeichen für die nahende Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt", findet der Chef der Arbeitsagentur. Dass arbeitsuchende Menschen in naher Zukunft mit einer zunehmenden Dynamik am regionalen Arbeitsmarkt rechnen können, zeigt ein Blick auf die Fachkräftenachfrage. Diese hat bereits stark angezogen. Alleine in den letzten vier Wochen haben regionale Unternehmen 1083 neue Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 424 mehr als im Januar und 124 mehr ein Jahr zuvor. Insgesamt 2430 Jobangebote stehen interessierten Bewerbern derzeit zur Auswahl. Besonders gut sind die Jobchancen im verarbeitenden Gewerbe und im Handel mit jeweils 283 offenen Stellen, im Gastgewerbe mit 303 Stellenangeboten, im Gesundheits- und Sozialwesen mit 321 freien Arbeitsplätzen und in der Zeitarbeit mit 552 Stellenausschreibungen. Die Entwicklung in der Region Trier ist dabei unterschiedlich: In der Stadt Trier, im Landkreis Bernkastel-Wittlich und in der Vulkaneifel gab es erste positive Entwicklungen in diesem Jahr. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Trier-Saarburg ist noch wenig Bewegung. "Besonders ehemalige Beschäftigte aus der Gastronomie und auf dem Bau warten hier noch auf eine Anstellung", erklärt Robert Gilles, Leiter der Arbeitsagentur in der Eifel. Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz hat sich im Februar im Gegensatz zur saisonüblichen Entwicklung kaum verändert. Insgesamt waren im Februar rund 125 500 Frauen und Männer im Land arbeitslos, 220 mehr als noch im Januar.
Für die Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, ist dieser vermeintliche Stillstand jedoch ein gutes Zeichen: "Im vergangenen Jahr lagen wir bei der Arbeitslosigkeit häufig noch über den jeweiligen Werten der Vorjahres."
Schulz wies darauf hin, dass vor allem die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen gegenüber dem Februar 2013 um über 400 Personen gesunken ist. In der Altersgruppe von 15 bis unter 25 Jahren waren im Februar rund 13 400 Männer und Frauen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe lag mit 5,3 Prozent schon unter der Quote des Vorjahres von 5,4 Prozent. Dieser positive Trend ist schon seit mehreren Monaten zu beobachten.
Doch dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ist die Quote zu hoch. Der DGB-Vorsitzende Rheinland-Pfalz/Saarland, Dietmar Muscheid, fordert im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit einen Ausbau der Jugendberufsagenturen: "Wir müssen das Konzept der Jugendberufsagenturen weiterentwickeln. Damit wir auf Jugendliche eingehen können, damit an ihren Schwächen gefeilt und ihre Stärken herausgearbeitet werden, um letztlich auch für Jugendliche das passende Angebot zu finden, die als schwer vermittelbar gelten."