"Mini-Gesellschaften" bewähren sich als attraktive Gründungsoption

"Mini-Gesellschaften" bewähren sich als attraktive Gründungsoption

Mit 400 Gründungen hat die Rechtsform der "Mini-Gesellschaften" die einst so beliebte englische Limited abgelöst. Gerade für Neugründer ist diese Rechtsform attraktiv.

Trier. Seit ihrer Einführung vor fünf Jahren sind im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier bereits rund 400 Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt) gegründet worden. Diese Art "Mini-Gesellschaft" wird gerne als Einstiegsvariante zur GmbH gesehen. Zum Vergleich: Die klassische GmbH wählen jährlich in der Region 250 Unternehmer. Die Rechtsform der englischen Limited wird dagegen kaum noch verwendet.
Die neue Rechtsform UG wird vor allem im Dienstleistungssektor, im Handel und in der Gastronomie, aber auch als reine Vermögensverwaltungsgesellschaft genutzt. "Weil sie schon mit einem Euro Stammkapital gegründet werden kann und eine Haftungsbeschränkung wie bei einer GmbH ermöglicht, ist sie auch für viele Start-Ups attraktiv", sagt Reinhard Neises, Firmenrechtsexperte der IHK Trier. Gleichwohl seien der größere Aufwand und die Kosten für Handelsregistereintragungen, aber auch für die Erstellung und Veröffentlichung von Jahresabschlüssen zu bedenken. Außerdem habe die UG wegen der oft dünnen Finanzdecke häufig mit ihrem Image zu kämpfen. Die Befürchtung, die "Mini-GmbHs" könnten schnell insolvenzreif sein, hat sich nicht bestätigt, so Neises: Von den rund 400 UGs seien nur 20 insolvent geworden. red

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