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Minimalistisches Design für maximalen Erfolg

Minimalistisches Design für maximalen Erfolg

Schon traditionell nimmt die BBS für Wirtschaft Trier am Junior-Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft teil. Nach dem Landessieg für reflektierende Bommelmützen im Frühjahr produziert das aktuelle Schüler-Unternehmen Betonlampen.

Trier. Die Latte liegt hoch für Betrion. Vor zwei Jahren war das Kochbuch "Trierisch lecker" ein Verkaufsschlager, auch weil man Günter Jauch als prominente Werbefigur gewinnen konnte. Im Frühjahr 2015 wurde "ReBo" mit ihren Generationen übergreifend produzierten reflektierenden Bommelmützen Landessieger.
Und nun ist Betrion als nächstes Schülerunternehmen der Berufsbildenden Schule für Wirtschaft Trier beim bundesweiten Junior-Projekt am Start. Der Name Betrion entstand aus der Verbindung ihres Werkstoffs Beton und Trier - das Produkt, das die 23 Zwölftklässler auf den Markt bringen, ist etwas ganz anderes als bei ihren Vorgängern: minimalistisch designte Betonlampen.
Am Anfang des Projekts vor den Sommerferien stand ein Workshop, um aus vielen Unternehmensideen die richtige zu finden. Nach einem Seminar bei der IHK entschied man sich für die Betonlampen.
Die Unternehmensstruktur wurde aufgebaut, Betrion verfügt über einen Vorstand, und die Abteilungen Marketing, Produktion, Verwaltung und Finanzen. Jessica Lauck und Steven Weiland bilden den Vorstand - und sie können nach wenigen Monaten schon über einige Erfolge von Betrion berichten.
In Kooperation mit der Handwerkskammer wurden die Gussformen für die Betonquader erstellt, die ersten rund 20 Quader sind bereits produziert. Die Marketing-Abteilung hat zahlreiche regionale Kooperationspartner wie zum Beispiel das Möbelhaus Fesser oder das Einrichtungshaus Licht und Mehr gefunden, die die minimalistisch gestalteten Lampen verkaufen wollen. Derzeit laufen die Verhandlungen über die Preisgestaltung. Zudem werden nach dem Proto typ zahlreiche individuelle Entwürfe für andere Gestaltungen der Lampen diskutiert. Viele Varianten sind möglich, die Lampen können somit nach den Wünschen der Käufer gestaltet werden.
Verkauf ab 21. November


Offizieller Verkaufsstart der Lampen soll beim Tag der offenen Tür der BBS für Wirtschaft am 21. November sein, zudem hofft das Schüler-Unternehmen auf das Weihnachtsgeschäft. "Wir wollen rund 100 Betonlampen produzieren und auch verkaufen", sagt Vorstand Weiland: "Erste Ansprechpartner sind erstmals Eltern, Bekannte, Verwandte und Freunde. Aber wir hoffen natürlich auch auf unsere Kooperationspartner."
Und weil bei der Bewertung der Junior-Projekte das Thema Nachhaltigkeit eine besondere Rolle spielt, hat Betrion schon Kontakt mit der Betonprüfstelle Trier aufgenommen. Dort landen viele Betonquader nach den Tests im Müll - nun plant Betrion diese als Grundlage für weitere Lampen zu verwenden. Zudem sollen Lampen als Energiesparvariante auch mit LED statt Glühbirnen ausgestattet werden.
Neben dem Start der Verkaufsphase steht derzeit die Suche nach einer Kombination aus Stecker, Schalter und Fassung aus dem Fachhandel im Vordergrund - denn weil es um elektrischen Strom geht, dürfen nur geprüfte Teile verwendet werden. Zudem sucht man nach kostengünstigen Verpackungsmaterialien für den Versand der mehreren Kilo schweren Lampen.
Einen Eindruck von dem Produkt vermitteln das Schülerunternehmen schon auf seiner Internetseite ( <%LINK auto="true" href="http://www.betrion.de" class="more" text="www.betrion.de"%> ) sowie in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram. "Natürlich haben wir schon Verwandte und Bekannte informiert und machen Werbung an der Schule", sagt Weiland.
Wer mehr über die Betonlampen wissen will, kann sich per Mail an das Schüler-Unternehmen wenden: BETRION.Marketing@gmail.com
Extra

Das ist der Prototyp der Betonlampe von Betrion, es wird aber viele unterschiedliche individuelle Gestaltungsmodelle geben. TV-Foto: Björn Pazen Foto: Bjoern Pazen (BP) ("TV-Upload Pazen"

Bereits seit über 20 Jahren organisiert das Institut der deutschen Wirtschaft das Junior-Projekt, seitdem haben über 80 000 Schüler daran teilgenommen. Schüler gründen ein eigenes Unternehmen mit dem Ziel, Berufsorientierung, Förderung der Ausbildungsfähigkeit und Berufschancen sowie die Vermittlung von Wirtschaftswissen und Schlüsselqualifikationen zu fördern. Die Junior-Firmen geben zum Beispiel Anteilsscheine als finanzielle Grundlage für ihre Projekte aus, zahlen Personalkosten für die Mitstreiter und nehmen an unterschiedlichen Wettbewerben teil. Ziel ist, realitätsnah zu erleben, wie Wirtschaft funktioniert und sich auch über Existenzgründungen zu informieren.BP