Mit Angelhaken zum Unternehmer

Mit Angelhaken zum Unternehmer

TRIER. Innovationen von Notizbuch bis Blockheizkraftwerk: In der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier sind die elf Gewinner des internationalen Existenzgründer-Wettbewerbs "1, 2, 3 Go" für ihre Ideen mit Preisen ausgezeichnet worden.

"Die Schnur ist durchsichtig, warum nicht auch der Haken?", fragt Elodie Gaudry. Fische seien misstrauisch und Angler bereit, Geld auszugeben, um ihre Beute zu überlisten. Ähnliches mögen auch die Juroren gedacht haben, die die Idee, einen transparenten Kunststoff-Angelhaken zu entwickeln und zu vermarkten, mit 9000 Euro belohnten. Mit zehn anderen Existenzgründer-Teams gelang der jungen Französin und ihren drei Kollegen aus Nancy der Sprung unter die elf Preisträger des grenzüberschreitenden Businessplan-Wettbewerbs "1, 2, 3 Go". Sie wurden in der IHK Trier für ihre innovativen Existenzgründer-Projekte mit Preisen ausgezeichnet. Seit sechs Jahren wird der internationale Wettbewerb von den Industrie- und Handelskammern der Großregion Saar-Lor-Lux betreut. Sein Ziel ist es, Existenzgründer finanziell und konzeptionell zu unterstützen. 270 ehrenamtliche Coaches stellen den angehenden Unternehmern ihr Wissen zur Verfügung. Voraussetzung für diese Förderung sei neben einem guten Plan zur Finanzierung und Vermarktung, dass die Idee innovativ ist, sagt Philipp Schultz von der IHK Trier. Herzstück des Wettbewerbs waren die Business-Pläne der Bewerber. Insgesamt gab es 246 Bewerbungen. 93 wurden zugelassen und 48 in Business-Pläne verwandelt. Die Bandbreite der Ideen reichte von gebundenen Notizbüchern über interaktive Alarmanlagen bis hin zu umweltfreundlichen Blockheizkraftwerken. Schirmherr Hendrik Hering, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, hatte weniger zu tun, als er sich erhofft hatte. Nur ein rheinland-pfälzisches Projekt konnte er auszeichnen. Marina Lutz aus Dambach und Roberto Weichelt aus Thiergarten bei Hermeskeil, Studenten der FH Trier auf dem Umweltcampus in Birkenfeld, gewannen mit ihrem Projekt "Euwas" den elften Preis. Ihre Idee ist ein Internetportal für internationale Akteure der Abfallwirtschaft, das seinen Mitgliedern aktuelle Fach-Informationen liefert. Vier ausgezeichnete Projekte kommen aus dem Saarland, je zwei aus Frankreich, Luxemburg und Belgien. Die Preisträger finden Sie in unserem Online-Angebot.

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