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Modekette soll Betriebsratsarbeit in Trier behindern: Verdi attackiert H&M

In Trier streitet sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit der Modekette H & M. Die Gewerkschaft wirft H & M vor, die Arbeit des Betriebsrates zu behindern. Foto: Patrick Seeger/Archiv
In Trier streitet sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit der Modekette H & M. Die Gewerkschaft wirft H & M vor, die Arbeit des Betriebsrates zu behindern. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Trier. Die Dienstleistungsgewerkschaft liegt einmal mehr mit der Modekette Hennes & Mauritz (H & M) in Trier im Clinch. Verdi wirft dem Unternehmen vor, die Arbeit des Betriebsrates zu behindern. Heribert Waschbüsch

Dem Vorsitzende des Trierer H & M-Betriebsrates wurde laut Verdi fristlos gekündigt. Doch der Kündigung im Dezember widersprach der Betriebsrat, eine zweite Kündigung folgte im Februar, eine dritte nun Mitte April.

Verdi-Sprecher Jürgen Rinke-Oster: "Es heißt in der Kündigungsbegründung, der Betriebsrat Quinto habe als Beisitzer der Einigungsstelle ,nicht die wirtschaftlichen Interessen der Firma H & M vertreten'". Am18. Juni wird vor dem Arbeitsgericht Trier der Fall behandelt. Für Verdi ein weiterer Schritt des Unternehmens, Betriebsräte einzuschüchtern und ihre Arbeit zu behindern. Immer wieder gebe es Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen und Betriebsräten bei der Modekette.

Mit einer Unterschriftenaktion bei Betriebsräten, Gewerkschaftsmitgliedern und H & M-Kunden möchte Verdi gegen die Unternehmensentscheidungen vorgehen. "Wir rechnen mit 5000 Unterschriften", so Rinke-Oster. Zudem plant Verdi Mahnwachen oder Infostände vor der Trierer H & M-Filiale.