Möbel müssen funktionieren und gut aussehen

Möbel müssen funktionieren und gut aussehen

Vor 25 Jahren haben die beiden Brüder Willi und Walter Hubor in Mettendorf ein Einrichtungsgeschäft eröffnet. Der eine ist Innenarchitekt, der andere Schreinermeister. Und ursprünglich wollten beide in dem neuen Betrieb vor allem ihre eigenen Möbelstücke verkaufen. Doch das hat sich schnell geändert.

Mettendorf. Für Willi Hubor muss ein Möbelstück nur zwei Eigenschaften haben: Es muss funktionieren, und es muss gut aussehen. Wobei für ihn die Zweckmäßigkeit an erster Stelle steht. "Die Form muss der Funktion folgen", sagt er. "Und nicht umgekehrt." Mit diesem Gestaltungsleitsatz wird der Mann aus Mettendorf schon früh konfrontiert. Zunächst absolviert er - genau wie sein ein Jahr jüngerer Bruder Walter - im Schreinerbetrieb seines Vaters Albert Hubor eine Schreinerlehre. Danach studiert er Innenarchitektur und Möbeldesign in Stuttgart. 1990 kehrt der Mettendorfer schließlich wieder in seine Heimat zurück, um dort dann im gleichen Jahr gemeinsam mit seinem Bruder ein Geschäft zu eröffnen: das Hubor & Hubor Einrichtungshaus. Zunächst ist da der Plan, vor allem selbst entworfene und auch selbst produzierte Möbelstücke zu verkaufen. Doch der Innenarchitekt und der Schreinermeister müssen schnell feststellen, dass das auf Dauer weder für sie selbst noch für die Kundschaft tragbar ist. Weshalb im neuen Einrichtungshaus schon wenig später das eingeführt wird, was Willi Hubor als den "ganzheitlichen Wohnansatz" bezeichnet. Der zunächst reinen Ausstellung exklusiver Möbel folgt der Wandel zur kompletten Raumgestaltung. Der Kunde benötigt neben Geld im Grunde nur einen Raum. Um den Rest kümmert sich bei Bedarf dann das inzwischen 90-köpfige Team, zu dem neben Einrichtungsberatern und Schreinern auch Techniker und Planer gehören und das am kommenden Wochenende von Freitag bis Sonntag gemeinsam mit den Kunden das 25-jährige Bestehen des Einrichtungshauses feiert. Aus den einst 120 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind inzwischen mehr als 2000 geworden. Und mit der Fläche gewachsen sind auch der Kundenkreis und der Bekanntheitsgrad. Ein Großteil der Kunden kommt aus dem benachbarten Luxemburg. Natürlich hätten sein Bruder und er sich deshalb schon oft die Frage gestellt, ob es seinerzeit nicht besser gewesen wäre, statt der Erweiterung vor Ort ins benachbarte Luxemburg umzuziehen, sagt der Innenarchitekt. Doch wäre das eine rein wirtschaftliche Betrachtung, fügt er hinzu. So wie die Form der Funktion folgen soll, ist also auch der Verstand dem Herzen gefolgt. "Wir stehen zu unserem Standort", sagt Willi Hubor, "und zu unserer Heimat".Extra

Wohnwerk: In der Region bekannt geworden ist das Einrichtungshaus vor allem mit dem "Wohnwerk", einer von Hubor & Hubor in Trier organisierten Ideenmesse für gehobene Wohnkultur. Nach der Premiere im Jahr 2000 und zwei weiteren Veranstaltungen 2005 und 2010 sollte in diesem Jahr eigentlich im ehemaligen Trierer Walzwerk die vierte Auflage folgen. Wie Willi Hubor erklärt, habe sich das jedoch - nicht zuletzt auch aufgrund des dortigen Eigentümerwechsels - in diesem Jahr nicht mehr organisieren lassen, weshalb das nächste Wohnwerk nun 2016 veranstaltet werde. uhe