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Nasser November hinterlässt seine Spuren

Nasser November hinterlässt seine Spuren

Der Arbeitsmarkt in der Region Trier zeigt sich auch im November überwiegend von seiner positiven Seite. 9881 Menschen in der Region suchen derzeit eine Stelle. Das sind zwar gut 300 mehr als vor einem Monat, doch bei einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent ist die Situation besser als im ganzen Land.

Trier. Ein kalter und nasser November hinterlässt meist auf dem regionalen Arbeitsmarkt seine Spuren. Auch in diesem Jahr zeigen sich die saisonalen Einflüsse, aber auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Wolfram Leibe, Chef der Agentur für Arbeit Trier, sagt dem Volksfreund: "Die Region ist abhängig von den saisonalen Entwicklungen im Bau und in der Gastronomie."
Qualifizierung in ruhigen Zeiten


So verwundert es auch nicht, wenn im Landkreis Bernkastel-Wittlich die Arbeitslosenzahl in den vergangenen vier Wochen den größten Sprung gemacht hat. Die touristische Hochburg in der Großregion vermeldet einen Anstieg der arbeitslosen Menschen auf knapp 1900. Das sind 170 Arbeitssuchende mehr als noch im Oktober und knapp 50 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,8 Prozent auf 3,1 Prozent. Damit bleibt Bernkastel-Wittlich im Land und in der Region weiterhin bei den Landkreisen mit der geringsten Arbeitslosenquote. Lediglich im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Quote mit aktuell 2,8 Prozent niedriger.
Gerade in der Gastronomie versucht aber die Arbeitsagentur hier gegenzusteuern. "Um die ruhigere Zeit in der Branche zu nutzen, fördern wir seit vielen Jahren Qualifizierungsmaßnahmen", erklärt Leibe. Ziel sei es, für die Betroffenen die Saisonarbeitslosigkeit zu verhindern, dem Fachkräftebedarf entgegenzukommen und die "Zukunftsbranche Tourismus" zu unterstützen. Eine Maßnahme unterstützt etwa Hilfskräfte in der Gastronomie, sich auf die Prüfung im Hotel- und Gaststättengewerbe bei der Industrie- und Handelskammer vorzubereiten.
Weniger Jobsuchende im Land


Die Lage am rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt blieb auch im November noch weitgehend stabil. Die Arbeitslosigkeit ist noch einmal geringfügig gesunken. Insgesamt waren 104 500 Frauen und Männer arbeitslos, gut 200 oder 0,2 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Damit erreichte die Arbeitslosigkeit den niedrigsten Stand im Jahresverlauf - in den meisten Vorjahren ist sie im November saisonbedingt gestiegen. Ähnlich die Lage im Bund: Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren 2 751 000 Arbeitslose registriert. Das seien zwar 2000 weniger als im Oktober, aber 38 000 mehr als im November vorigen Jahres. Die Arbeitslosenquote blieb wie im Oktober bei 6,5 Prozent.