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Neuer Rinderzucht-Riese entsteht zwischen Eifel, Ruhsgebiet und Allgäu.

Tierzucht : Fusion im Viehhandel: Eifeler RUW findet Partner

Gemeinsame Rinder-Union West und Baden-Württemberg.

() Über 25.000 Mitglieder in vier Bundesländern: So soll der künftige Zusammenschluss aus der  Rinder-Union West eG (RUW) und der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) aussehen. Beide Unternehmen sind in den Bereichen Rinderzucht, Spermaproduktion und Besamungsservice sowie Zucht- und Nutzviehvermarktung tätig.

Die Vorstände beider Unternehmen wollen – sofern das Vorhaben genehmigt wird – zum 1. Januar 2023 einen Zusammenschluss gleichstarker Partner erreichen, um den zukünftigen Strukturwandel in der Landwirtschaft und speziell in der Rinderzucht besser zu meistern. Die Gremien von Rinder-Union West eG und Rinder-Union Baden-Württemberg e.V. wollen nun den gewählten Vertreterversammlungen beider Organisationen die Zusammenführung der Unternehmen vorschlagen.

Die Rinder-Union Baden-Württemberg e.V. beschäftigt an sieben Standorten sowie im Außendienst insgesamt 109 Mitarbeiter und setzt jährlich rund 40 Millionen Euro um. Zudem betreibt sie ein eigenes Spermasexing-Labor zur Geschlechterbestimmung künftiger Kälber.

Die Rinder-Union West eG beschäftigt an vier Standorten, unter anderem in Fließem (Eifelkreis Bitburg-Prüm), sowie im Außendienst insgesamt 224 Mitarbeiter und setzt jährlich rund 60 Millionen Euro um.

Zusammen kann die neue Organisation auf mehr als 500.000 Herdbuchkühe (beglaubigte Abstammungsnachweise) sowie nahezu 600.000 Erstbesamungen zurückgreifen. Das Unternehmen basiert dann auf Zuchtprogrammen der Rassen Holstein, Fleckvieh und Brown Swiss.

Nun müssen die verantwortlichen Vertreterversammlungen der RUW und der RBW dem neuen Konzept noch zustimmen, damit die neue Organisation ihren Geschäftsbetrieb mit dem kommenden Jahr aufnehmen kann.