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Neues Netzwerk für eine bessere Flüchtlingsarbeit

Neues Netzwerk für eine bessere Flüchtlingsarbeit

Alle, die in der Region Trier mit Flüchtlingen zu tun haben, sollen künftig an einem Strang ziehen. Gewährleisten soll dies ein am Mittwoch von der Handwerkskammer ins Leben gerufener "Runder Tisch Integration". Die Kammer erhofft sich neue Auszubildende.

Trier. Die Zahl der Flüchtlinge, die in der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Trier ankommen, hat sich in den vergangenen Jahren verzehnfacht. Nicht nur der akute Platzmangel, auch Betreuung und Integration sind eine enorme Herausforderung. "Wir brauchen vernünftige Lösungen. Es darf kein Durchgewurschtel sein", sagt Manfred Bitter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK), die mit den Flüchtlingen die Hoffnung verbindet, Auszubildende und Fachkräfte fürs Handwerk zu finden. Denn viele Lehrstellen bleiben aktuell unbesetzt.
Die HWK hat daher einen Runden Tisch zum Thema Integration ins Leben gerufen und zum Auftakttreffen am Mittwoch mehrere Dutzend Menschen eingeladen, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen beschäftigen. Ziel des Runden Tischs, den künftig die Initiative Region Trier betreut, ist die Vernetzung aller Beteiligten, eine schnellere Unterstützung von Flüchtlingen, eine gute Koordination der Hilfsangebote und eine bessere Integration. Auch in den Arbeitsmarkt. Bitter findet, jeder, der gebraucht wird, solle bleiben dürfen. Man müsse von Anfang an so auf die Menschen zugehen, als würden alle hier bleiben. Telefonlisten, eine Kommunikationsplattform im Internet und regelmäßige Treffen sollen den Austausch aller Beteiligten künftig gewährleisten. kah