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Wohnen
Niedrige Nebenkosten: Trier in der Spitze

Berlin/Trier. (hw) In Sachen Nebenkosten lebt es sich in Trier gut. Dies geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Haus & Grund Deutschland hervor.
Heribert Waschbüsch

Nach Regensburg und Mainz landet Trier auf Platz drei.

Eine vierköpfige Musterfamilie zahlt in Regensburg (857 Euro) am wenigsten für die Abwasser- und Müllentsorgung sowie für die Grundsteuer. Die gleiche Familie muss in Leverkusen (1981 Euro) am tiefsten in die Tasche greifen. Die Nebenkostenbelastung liegt dort um mehr als das Doppelte höher als in Regensburg. In Trier werden laut Untersuchung 940 Euro jährlich fällig.

„Die Kosten des Wohnens werden in erheblichem Maße von Städten und Gemeinden beeinflusst. Und die Zahlen zeigen, dass es vielerorts Spielräume geben muss, die Kosten des Wohnens zu senken“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Ergebnisse.

Er forderte die Verantwortlichen auf zu analysieren, warum die Kostenbelastung zwischen den Städten um mehrere Hundert Euro voneinander abweichen. Mit dem Nebenkostenranking werde den Verbrauchern, aber auch den kommunalen Verwaltungen und den politisch Verantwortlichen ein Instrument gegeben, mit dessen Hilfe sie ihre aktuelle Positionierung im Wettbewerb der Städte um attraktive Standortbedingungen besser einschätzen und Änderungen anstoßen können.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat  die Müllgebühren (2016), die Abwassergebühren (2017) und die Belastung durch die Grundsteuer (2018) für eine Musterfamilie in den nach Einwohnern 100 größten Städten in Deutschland untersucht.

Haus & Grund ist mit rund 900 000 Mitgliedern der mit Abstand größte Vertreter der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Deutschland.