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Nobelpreis für Wirtschaft geht an den Schotten Angus Deaton

Nobelpreis für Wirtschaft geht an den Schotten Angus Deaton

Er ist die wohl renommierteste Auszeichnung für Wirtschaftsforscher: der Nobelpreis für Ökonomie. Diesmal wird ein britischer Wissenschaftler geehrt. Auch Angus Deaton lehrt aber - wie so viele Preisträger vor ihm - in den USA.

Stockholm. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft geht in diesem Jahr an den britischen Ökonomen Angus Deaton. Das teilte die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mit.
Der 69-Jährige beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Entwicklungs-, Wohlfahrts- und Gesundheitsökonomie.
Deaton bekommt den Preis "für seine Analyse von Konsum, Armut und Wohlfahrt", sagte Göran Hansson, Generalsekretär der Akademie.
"Geld macht glücklich - aber nur bis zu einem bestimmten Jahreseinkommen." Unter anderem diese Erkenntnis hat die Welt dem neuesten Wirtschafts-Nobelpreisträger zu verdanken, dem Schotten Angus Deaton. Armut hingegen mache Menschen sowohl unzufrieden als auch unglücklich, fand der heute 69-Jährige im Jahr 2010 zusammen mit Kollegen heraus.
Geld und Glück



Deaton forscht und lehrt an der amerikanischen Elite-Universität Princeton. Auch heute noch sind es die Zusammenhänge von wirtschaftlicher Lage und Konsum mit Gesundheit und gefühltem Glück, die ihn beschäftigen. Einen Schwerpunkt legt er auf das Schwellenland Indien und die Frage, wie Armut sich wissenschaftlich fassen und messen lässt. In Arbeit ist seinem Lebenslauf zufolge eine Schrift darüber, welche Rolle Glücksmessung in der Politik spielen könnte.
Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler kam am 19. Oktober 1945 in Edinburgh zur Welt, sein schottischer Akzent ist aber kaum noch wahrnehmbar. Eine hartnäckige Skepsis und einen Widerwillen, Glück zu bemerken oder zuzugeben, habe er wohl seiner Herkunft zu verdanken, sagte Deaton, der häufig Fliege trägt, einmal in einem Interview. Seine Schwester und er waren demnach die Ersten in der Familie, die auf die Universität durften. Er hat sowohl die britische als auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und zwei erwachsene Kinder.
In Princeton lehrte Deaton bereits 1979/80 als Gastdozent. Weitere Stationen waren die renommierte englische Universität Cambridge, wo er 1974 promovierte, und Bristol. 2009 wurde er zum Präsidenten der traditionsreichen American Economic Association gewählt.