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Nur Pleiten haben Konjunktur

Nur Pleiten haben Konjunktur

TRIER. (red) Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit über 20 Jahren. Nach einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) haben 132 Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk Insolvenzanträge gestellt.

Damit wurde der Rekordstand des Jahres 1985 in der Region mit insgesamt 125 Pleiten übertroffen. Gegenüber dem Jahr 2001 stieg die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche um rund 25 Prozent an. Auch bei den Insolvenzen der Verbraucher stellte die IHK eine nie dagewesene Rekordzahl fest. 290 Privatpersonen haben im letzten Jahr einen Insolvenzantrag gestellt. Dieser Anstieg um über 200 Prozent sei zu einem Großteil auf eine Änderung des Insolvenzrechtes zurückzuführen. Die meisten Insolvenzen gab es im Dienstleistungsgewerbe und im Handel mit jeweils über 40 Verfahren. Im Baugewerbe wurden 29 und im verarbeitenden Gewerbe zehn Anträge gestellt. Die Industrie- und Handelskammer hat auch die Insolvenzzahlen in den einzelnen Verwaltungsbezirken untersucht. Danach gab es in der Stadt Trier mit 34 Verfahren die meisten Pleiten, dicht gefolgt von den Landkreisen Trier-Saarburg (31 Insolvenzen) und Bitburg-Prüm (27 Insolvenzen). Die wenigsten, im gerichtlichen Verfahren abzuwickelnden Unternehmenszusammenbrüche wurden in den Kreisen Bernkastel-Wittlich (21 Insolvenzen) und Daun (19 Insolvenzen) registriert.