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Pendler-Renten und Steuern

Pendler-Renten und Steuern

Die unterschiedliche Besteuerung in Deutschland und Luxemburg ist für die Grenzpendler nicht immer nachteilig. Rentner, die Bezüge aus Luxemburg bekommen, zahlen zurzeit hier weniger.

(hw) Für die deutschen Grenzgänger gibt es derzeit nur wenig gute Nachrichten. Der luxemburgische Staat hat ihnen Leistungen gestrichen, das deutsche Finanzamt schaut genau hin und in einer Studie wurde gerade auch noch veröffentlicht, dass Pendler beim Einstiegsgehalt rund zehn Prozent niedriger liegen als Luxemburger.

Doch zumindest Deutsche, die eine Rente aus Luxemburg beziehen, stehen (noch) besser da. Siggi Farys, Experte beim Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschaftsbond (LCGB): "Wer 2005 in Rente gegangen ist und als Verheirateter eine Bruttojahresrente von 48 000 Euro hat, zahlt in Deutschland rund 1600 Steuern, in Luxemburg rund 3200 Euro." Doch auch in Deutschland steigt der Steueranteil an der Rente stufenweise bis 100 Prozent an. Die gleiche Person (verheiratet/48 000 Euro) zahlt bei Rentenbeginn in Deutschland 2400 Euro, in Luxemburg weiter 3200 Euro.

Das Finanzamt Trier erklärt: "Stammt die luxemburgische Pension (so werden alle Rentenbezüge dort genannt) aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wird sie in Deutschland wie eine normale Rente mit einem gesetzlich festgelegten Anteil versteuert." Beim Rentenbeginn 2011 wären dies 62 Prozent. Damit ist die Besteuerung in Deutschland grundsätzlich günstiger als in Luxemburg, denn dort wird eine Rente mit 100 Prozent versteuert.

Weitere Infos beim Finanzamt unter 0180/3757400.