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Post zieht IT aus Trier ab

Post zieht IT aus Trier ab

Die Deutsche Post will ihre IT- Service GmbH in Trier schließen. Betroffen sind davon 78 Mitarbeiter, denen der Konzern eine Arbeitsstelle in Bonn oder Darmstadt anbietet. Die Post wird die bisher elf bundesweiten Standorte auf die zwei Städte konzentrieren.

Trier. Neue Hiobsbotschaft für die Region: Nachdem erst vor wenigen Tagen die Deutsche Telekom die Schließung ihres Callcenters in Trier mit 120 Stellen verkündet hat (der TV berichtete), sorgt nun die Deutsche Post für den nächsten Schock. Das Unternehmen konzentriert seine IT-Service-Gesellschaften. Von den insgesamt elf bundesweiten Standorten sollen nur noch zwei erhalten bleiben: Bonn und Darmstadt. Dies bestätigte gestern Abend Post-Pressesprecher Jörg Koens dem TV.

Neben Trier werden die Standorte in Stralsund, Dresden, Erfurt, Berlin, Fulda, Hannover, Düsseldorf und München geschlossen. Insgesamt sollen so 150 der rund 1100 Stellen eingespart werden. Für weitere 450 Mitarbeiter soll es Angebote in den beiden verbleibenden Städten geben. "Das sind hoch qualifizierte Spezialisten", sagt Koens, und der Konzern hoffe, dass viele das Angebot annähmen. Nun würden Gespräche mit den Sozialpartnern geführt, um Lösungen zu finden.

Laut Konzern-Sprecher ist die Entscheidung zur Standort-Konzentration im Sommer gefallen. Im Juli hatte die Deutsche Post die milliardenschweren Ausgliederungs-Pläne mit der IT-Firma HP gestoppt. Die "eigene Lösung" sieht nun die Konzentration auf Bonn (zwei Standorte) und Darmstadt vor.

Die Mitarbeiter sind bei der Deutschen Post "für alles, was mit IT zu tun hat" verantwortlich, wie Jörg Koens erläutert. "Die Gesellschaften kümmern sich um die ganzen internen IT-Anwendungen bei der Post, um Anwendungsprogramme, aber auch etwa um das sogenannte Sendungsverfolgungs-System." Die meisten Post-Mitarbeiter in Trier hat die Nachricht geschockt. "Viele von uns haben Familie mit Kindern, ein Haus und ihr soziales Umfeld. Da ist es nicht so einfach, mal einen Job in Bonn anzutreten", sagte ein frustrierter Mitarbeiter.