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Immobilien
Preisfinder für regionale Immobilien - Was ist mein Haus wert?

Stellen gemeinsam den Immobilienmarktbericht und den neuen Service der Sparkasse Trier vor: Norbert Aschhoff, Peter Späth (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Trier) und Stefan Hack (von links).
Stellen gemeinsam den Immobilienmarktbericht und den neuen Service der Sparkasse Trier vor: Norbert Aschhoff, Peter Späth (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Trier) und Stefan Hack (von links). FOTO: TV / Heribert Waschbüsch
Trier. Der Immobilienmarktbericht der Sparkasse Trier liegt vor und sorgt auf dem Wohnungsmarkt in der Stadt und im Landkreis Trier für mehr Durchblick. Von Heribert Waschbüsch
Heribert Waschbüsch

Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist für jeden eine große Herausforderung. Denn wer sich Haus oder Wohnung zulegt, geht finanziell eine große Verantwortung ein.

Die Sparkasse Trier sorgt in diesem Bereich für mehr Transparenz. Der neue Immobilienmarktbericht mit individuellem Preisfinder ist sicher nicht einzigartig, doch er fußt auf einer großen Datenbasis. Der Überblick ist mit dem Dr. Hettenbach Institut (iib) aufgestellt worden. Das Institut erfasst täglich bundesweit rund 350 000 Immobilienpreise aus Internetportalen. Angereichert werden diese Daten mit dem regionalen Wissen der Sparkasse Trier. Das Ergebnis ist ein Überblick über die Preise in der Stadt Trier und in den Verbandsgemeinden des Landkreises Trier-Saarburg. In den Marktbericht gelangen Objekte, die älter als drei Jahre sind, also Bestandsimmobilien. Preisspannen werden ab sieben Objekten angezeigt. Ist die Datenlage zu dünn, etwa in einzelnen Ortsgemeinden, hat der Bericht benachbarte Orte zusammengefasst (etwa Aach, Kordel, Ralingen und Zemmer). Damit Ausreißer nicht das Bild trüben, wurden die oberen und die unteren zehn Prozent ausgespart.

„Wir wollen damit Kunden und Nichtkunden unsere Kompetenz zeigen und für Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen“, sagt Peter Späth, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Der Service ist kostenfrei und kann von jedem im Internet auf der Sparkassenseite abgefragt werden.

Das Angebot richtet sich an alle Haus- und Wohnungsbesitzer, Kaufinteressierte oder Anleger. „Die Analyse bietet eine erste realistische und schnelle Preiseinschätzung für Käufer oder Verkäufer“, erläutert Stefan Hack, Leiter Immobilien. Für ihn ist der Markt in der Region sehr spannend und komplex. „In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit zwei wachsende Regionen, Mainz-Bingen und Trier und Trier-Saarburg.“ Nach derzeitigen Schätzungen wird die Einwohnerzahl der Stadt Trier bis 2035 um 3,7 Prozent wachsen, bei Trier-Saarburg gehen Experten von einem Zuwachs von 1,9 Prozent aus. „Wir haben also einen kontinuierlich wachsenden Immobilienmarkt“, erklärt Peter Späth. Dies sei für Hausbesitzer eine gute Ausgangslage. Eine Überhitzung oder gar eine Immobilienblase am regionalen Markt befürchtet Peter Späth nicht. „Dafür gibt es keine Anzeichen.“ Auch was die niedrigen Zinsen angeht, glaubt der Sparkassen-Vorstand an eine weiter ruhige Situation. Für einen ersten Überblick bietet der Report eine Vielzahl an Infos mit Unterscheidungen nach Haustypen, Baujahresklasse, Zimmergröße, Objektzustand, Mietpreis nach Zimmergröße und Mietpreis nach Baujahresklassen.

Ein Beispiel: So zeigt die Analyse für den Stadtbereich Mitte/Gartenfeld etwa einen Durchschnittskaufpreis von 2400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bei einem Haus an. Die berechnete Preisspanne liegt zwischen 1450 bis 3380 Euro/m2.

Bei Wohnungen sind es 2840/m2 bei einer Preisspanne von 1780 bis 4350/m2. Die Wohnungsmiete liegt im Durchschnitt bei 9,20 Euro und die Preisspanne bei 7,20 bis 11,60 Euro/m2.

Doppelhaushälften kosten in diesem Bereich zwischen 218 700 und 385 400 Euro. Ein Reihenhaus liegt im Preis zwischen 167 200 und 307 000 Euro.

Wer es genauer wissen möchte, kann kostenfrei auf den Immobilen-Preisfinder auf der Homepage der Sparkasse klicken.

Norbert Aschhoff, Abteilungsleiter Vertriebsservice bei der Sparkasse: „In einem Fragebogen werden einige Kerndaten abgefragt. Wann wurde das Haus gebaut? Wurden Dach oder Heizung saniert? Wie viel Quadratmeter hat das Haus? Ist es unterkellert und Ähnliches. Und schon nach rund 60 Minuten erhält der Interessierte einen detaillierten Kurzüberblick und eine Preiseinordnung.“

„Das ist der erste Schritt zu einer realistischen Preiseinordnung“, sagt Peter Späth. Der Sparkassen-Vorstand rät jedem Kauf- und Verkaufswilligen, sich aber auf dieser Basis weiter beraten zu lassen. „Der Kauf oder Verkauf einer Immobilie ist wohl immer die größte finanzielle Entscheidung im Leben. Da lohnt sich die Unterstützung von Fachleuten.“

Denn so interessant und hilfreich der Bericht und die kostenlose Wohnmarktanalyse für die eigene Immobilie auch sind, sie stehen am Anfang eines Prozesses. Norbert Aschhoff: „Mit der Analyse sollte man zu einem Berater gehen und den endgültigen Marktwert nach Ortsbesichtigung, Bauakten- und Grundbucheinsicht bestimmen.“

Denn die Immobilienexperten warnen, dass ein überhöhter Verkaufspreis dem Verkäufer viele Probleme bereiten kann.

„Stehen ein Haus oder eine Wohnung zu lange und zu teuer im Netz, ist es später schwer, die Immobilie loszuwerden“, erklärt Peter Späth. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein Objekt, das zu einem realistischen Preis angeboten wird in Trier und Trier-Saarburg, nach ungefähr 30 Tagen einen Käufer gefunden hat.“