Probleme der Branche

BITBURG/TRIER. (cus) "Wir gehen die Sache mit neuer Kraft an", sagte Geschäftsführer Matthias Tix in Bitburg nach dem Insolvenzantrag von Firmen seiner Unternehmensgruppe.

Die Tix-Gruppe (270 Mitarbeiter, 100 Millionen Euro Jahresumsatz) besteht aus einem Firmengeflecht, das die Analyse der aktuellen Krise nicht einfacher macht. Alle Fäden laufen bei Firmengründer Matthias Tix (51) zusammen. Die Tix Holding GmbH & Co KG bildet eine Art Dach für die Tix Autohaus GmbH, die Löwen-Zentrum Bitburg GmbH und die Tix Verwaltungs GmbH. Zur Gruppe gehören außerdem das Tix Autohaus Koblenz und die Tima Unternehmensberatungs-Gesellschaft. Welche Aktivitäten trotz des angeblich stets profitablen Toyota-Kerngeschäfts zur finanziellen Schieflage und Problemen bei der Kreditrückzahlung führten, liegt weiter im Dunkeln. Der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas B. Schmidt will sich vor einer ersten Stellungnahme zunächst auch am Standort Koblenz informieren. Matthias Tix: "Die bisherigen Gespräche mit den Vertragspartnern verliefen positiv. Der Geschäftsablauf geht weiter; die Kunden merken keinen Unterschied." Die Mitarbeiter seien nach dem ersten Schock nun sehr motiviert. "Wir gehen davon aus, dass es sich erneut um eine spezifische Problematik der Autobranche handelt, die einen sehr hohen Kapitalbedarf erfordert", sagte Guido Joswig von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Trier. Er verwies auf ähnliche Fälle in der Region. Das Trierer Autohaus Schäfer konnte eine Insolvenz durch Verkauf an die Cloppenburg-Gruppe abwenden. Das Insolvenzverfahren der Heister-Gruppe erreichte den Fortbestand der Autohäuser in Trier, Bitburg und Wittlich.

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