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Rendezvous zwischen Firmen und Studenten

Rendezvous zwischen Firmen und Studenten

Zufriedene Aussteller, erwartungsvolle Studenten: Die zehnte Kontaktmesse der Hochschule Trier hat einmal mehr deutlich gemacht, wie begehrt gut ausgebildete junge Menschen in der Wirtschaft sind. Etwa 800 Studenten informierten sich bei 44 Unternehmen.

Trier. Für Daniel Schnell aus Trier hat die Firmenkontaktmesse an der Hochschule Trier (ehemals Fachhochschule) eine ganz besondere Bedeutung. Vor gut einem Jahr informierte sich Schnell noch selbst über seine Berufschancen. Heute steht er am Stand der Züblin AG und berät die Studierenden über die Karrierchancen bei Züblin.
"Ich habe zunächst in Trier meinen Bachelor gemacht und dann in Birkenfeld meinen Master in Umweltorientierter Energietechnik", erzählt Daniel Schnell. Bei der Messe im vergangenen Jahr blieb der junge Mann am Stand von Züblin hängen und knüpfte erste Kontakte. Der Rest ist schnell erzählt. "Ich habe am 1. März in Stuttgart begonnen, und der Job macht mir riesig Spaß", schwärmt Schnell. Die Züblin AG ist eines der großen deutschen Bauunternehmen mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Auf der Kontaktmesse in Trier schauen die Verantwortlichen der Züblin AG regelmäßig vorbei.
"Ich bin bereits zum dritten Mal hier in Trier. Die Messe ist für uns sehr wichtig", sagt Diplom-Ingenieurin Sabine Weber (Teamleiterin M&E Engineering). Man sei zufrieden mit der Organisation. "Das wichtigste für uns sind natürlich die vielen Gespräche mit den Studenten." Praktika, Stellen oder auch die Zusammenarbeit bei Abschlussarbeiten bietet die Firma an. "Allein im vergangenen Jahr hat unsere Sektion in Stuttgart mehr als 100 Praktikumsplätze vergeben", so Weber.
Züblin ist bei weitem nicht das einzige überregionale Unternehmen, das an der Hochschule Trier nach dem besten Nachwuchs sucht. Unternehmensberatungsfirmen wie KPMG, Ernst & Young oder pwc - alle aus Luxemburg gehören ebenso zu den Ausstellern, wie Dekra, der Tüv, Lidl oder auch Paul Wurth, Köhl, Imtech oder auch Juwi.
Große regionale Präsenz


Die heimischen Unternehmen überlassen indes die Messe nicht den nationalen und internationalen Playern. Ob Bitburger Braugruppe, die Stadtwerke Trier, Agfa Health Care, JTI, Theo Steil oder der Trierische Volksfreund, die Region präsentiert sich stark interessiert. So zeigt sich auch das Medien- und IT-Netzwerk Trier-Luxemburg (MITL) zufrieden, das die Interessen der regionalen IT- und Medien-Schaffenden gegenüber der Politik sowie anderen Wirtschaftszweigen vertritt. "Wir haben insgesamt sehr viel positive Rückmeldungen zum Netzwerk erhalten. Nicht nur von Studenten, sondern auch von Unternehmensvertretern, die Interesse zeigen, dem Verein beizutreten. "Das MITL-Netzwerk konnte sich somit einmal mehr als Schnittstelle zwischen den Studierenden und den Unternehmen der Region platzieren," sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Simon.
Auch als Netzwerker trat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel auf, die Unternehmen aus ihrer Region unter dem Gemeinschaftsdach präsentierte. Mit dabei Andrea Schmitz von der Auteq Software GmbH aus Gerolstein: "Wir sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden und haben gute Kontakte geknüpft. Mal schauen, was sich daraus entwickelt." Der mittelständische Betrieb aus der Eifel hat 15 Mitarbeiter und sucht unter den angehenden Akademiker Softwareentwickler.
Auch die Bitburger Braugruppe gehört zu den Stammgästen auf der Kontaktmesse. "Unser Gesamteindruck ist wieder einmal sehr gut", erklärt Joachim Otten, Leiter Personalentwicklung. "Die Gespräche sind zielführend, weil die jungen Menschen sich sehr ernsthaft vorbereitet haben", lobt er die Studierenden.
Auch Michael Plein vom Baumaschinenhersteller Volvo Construction Equipment in Konz, ist von der Resonanz auf die Veranstaltung positiv überrascht. "Wir haben drei Jahre bei der Messe ausgesetzt und sind erfreut über das hohe Niveau", sagte er. Im nächsten Jahr gehe das Unternehmen mit 850 Mitarbeitern erneut bei der Kontaktmesse auf Nachwuchssuche.
Positive Rückmeldungen hat Dietmar Bier, Leiter Wissens- und Technologietransfer und für die Kontaktmesse verantwortlich, von fast allen Ausstellern erhalten. "Wir sind darauf vorbereitet, im kommenden Jahr noch weitere Aussteller aufzunehmen. Das Konzept kommt bestens bei den Firmen und bei unseren Studierenden an."Extra

Etwa 800 Studierende haben die Kontaktmesse der Hochschule Trier am Standort Schneidershof besucht. Einige Stimmen zur Veranstaltung: Alexander Broy, Wirtschaftsinformatik, 5. Semester: "Die Firmen sind sehr interessiert an mir als Person, sind offen für Fragen. Ich glaube, dass die teilnehmenden Unternehmen die Teilnehmer schon stark umwerben. Ich habe sehr gute Gespräche geführt und konnte Kontakte knüpfen. Mal sehen, was daraus wird." Natalie Jungblut, Betriebswirtschaftslehre, 3. Semester: "Ich finde die Messe sehr interessant. Es gibt viele regionale Unternehmen, aber eben auch nationale und internationale Firmen, die sich hier präsentieren. Für mich ist es noch zu früh, um mich auf eine Stelle zu bewerben, aber in den kommenden Jahren werde ich die Messe sicher nutzen." Sabrina Kotzem, Digitale Medien und Spiele, 1. Semester: "Für mich ist das alles noch Neuland. Die Vielzahl der Unternehmen überrascht mich." Georg Haberlach, Digitale Medien und Spiele, 4. Semester: "Ein rundum gutes Angebot. Ich finde die Messe sehr interessant und vielfältig." hw