Rowa schreibt Erfolgsgeschichte fort

Mehr Umsatz, mehr verkaufte Anlagen, mehr Mitarbeiter: Während andere Firmen unter der Weltwirtschaftskrise leiden, präsentiert die Kelberger Firma Rowa eine positive Bilanz für das vergangene Jahr.

 Die Firma Rowa, mit Sitz in Kelberg, ist europäischer Marktführer für Apotheken-Automatisierungssysteme.

Die Firma Rowa, mit Sitz in Kelberg, ist europäischer Marktführer für Apotheken-Automatisierungssysteme.

Foto: Stephan Sartoris

Kelberg. Verhalten optimistisch äußerte sich Markus Willems, Mitgründer und -geschäftsführer der Kelberger Firma Rowa, vor einem Jahr über die Aussichten für 2009: "Es ist nicht davon auszugehen, dass wir von der Wirtschaftskrise unberührt bleiben, aber eine dramatische Entwicklung für uns sehe ich derzeit nicht." Gut zwölf Monate später steht fest: Die Krise hat dem Unternehmen offenbar nichts anhaben können, denn die 1996 begonnene Erfolgsgeschichte ist fortgeschrieben worden. Mit weltweit 478 verkauften Anlagen (2008: 459) hat der Anbieter von automatisierten Warenlagern für Apotheken seine Position als europäischer Marktführer weiter ausgebaut. "Das vergangene Jahr hat sich besser entwickelt als erwartet", resümiert Udo Weller, Leiter der Abteilung Unternehmenskommunikation. Entsprechend ist auch der Umsatz gestiegen: von 48 Millionen Euro 2008 auf nun 52 Millionen im vergangenen Jahr.

Zudem hat Rowa, schon seit Jahren einer der größten Arbeitgeber im Kreis Vulkaneifel, neue Arbeitsplätze geschaffen. Waren es 2008 noch rund 250 Beschäftigte, ist diese Zahl im vergangenen Jahr auf 280 gestiegen. Verantwortlich dafür ist laut Weller auch der Ausbau des Kundenservice und der Entwicklungsabteilung. Mit 23 Service-Stützpunkten und 60 Mitarbeitern in diesem Bereich allein in Deutschland bietet Rowa eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung für die Kunden. In diesem Jahr werden sechs weitere Service-Center hinzukommen. Mittlerweile ist Rowa in 21 Ländern durch eigene Tochtergesellschaften oder Vertriebspartner vertreten. Mehr als 2 800 Anlagen wurden weltweit installiert. Besonders positiv entwickelt hat sich laut Rowa die Markteinführung des Kommissionierungs-Automaten "Rowa Vmax". Die Anlage verwaltet die Medikamente einer Apotheke automatisch. Wird ein bestimmtes Medikament angefordert, findet der Rowa es im Lager und bringt es über Förderbänder, Rutschen oder Lifte an die Kasse - den Weg zu den Schubladen und die Suche nach dem Produkt kann sich der Apotheker sparen.

Die Idee, einen solchen Automaten zu entwickeln, entstand Anfang der 1990er Jahre, die Firma Rowa wurde 1996 gegründet. 1997 wurde der erste Rowa in Dresden installiert. Das Interesse an dem Automaten, der ausschließlich am Stammsitz in Kelberg gefertigt wird, ist ungebrochen. "Die positive Entwicklung hat sich auch 2010 fortgesetzt", berichtet Udo Weller, "allein im März werden wir 64 Anlagen weltweit installieren."

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