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Schaulaufen der regionalen Autobranche

Schaulaufen der regionalen Autobranche

Mit dem Autosalon in der Großraumhalle Arena beginnt am Wochenende das Trierer Messejahr. Die 40 Autohändler der Region erwarten rund 8000 Besucher. Im absatzschwachen Jahr nach der Abwrack-Prämie können Kunden mit hohen Preisnachlässen rechnen.

Trier. Es war fast so, als hätte Angela Merkel bei der Verkündung der Abwrack-Prämie im vorigen Jahr die Automobilbranche der Region Trier im Sinn gehabt.

Genau eine Woche vor Eröffnung der Messe "Autosalon" in der Trierer Großraumhalle Arena versprach die Kanzlerin allen, die ihr altes Auto gegen einen Neuwagen eintauschen, 2500 Euro staatlichen Zuschuss. Das beflügelte die Geschäfte der rund 40 Aussteller des Autosalons dermaßen, dass manche Händler sich vor überschäumender Freude nicht zurückhalten konnten, die Stückzahl der auf der Messe verkauften Wagen durchs Mikrofon zu verkünden.

"Im Jahr nach der Abwrackprämie spüren wir natürlich einen deutlichen Nachfragerückgang", sagt Horst Vogel, Verkaufsleiter im VW-Zentrum Trier. "Aber die Hersteller steuern mit Sondermodellen, die bis zu 2500 Euro unter dem Listenpreis der normalen Modelle liegen, kräftig gegen." Vom Autosalon verspricht Vogel sich den direkten Kontakt zum Kunden. Und die können angesichts der Absatzschwierigkeiten der Automobilindustrie zusätzlich auf kräftige Nachlässe hoffen.

Im vorigen Jahr kamen immerhin rund 8000 Besucher zum Autosalon. Auch diesmal stammen die Händler nahezu ausschließlich aus der Region, 30 der 40 Aussteller haben ihren Sitz in Trier. "Die Ausstellungsfläche ist schon lange ausverkauft", berichtet Arena-Geschäftsführer Wolf-Dietrich Weithöner. Alleine die Heister-Gruppe, die mehrere Autohäuser in Trier betreibt, hat 618 Quadratmeter gemietet, um vom dicken US-Geländewagen Hummer bis zum Goldenes-Lenkrad-Gewinner Opel Astra knapp 20 Wagen zu präsentieren.

Der Autosalon gehört zu den absoluten Top-Veranstaltungen der Arena. Die Mieten der Aussteller werden komplett ins Marketing und in das große Rahmenprogramm der Messe gesteckt, berichtet Weithöner. Der komplette Eintritt fließt dagegen in die Tasche der Castel-GmbH, an der die Stadt Trier zu 70 Prozent beteiligt ist. "Mit dem Autosalon macht die Arena definitiv Gewinn", sagt Weithöner.

Die Besucher erwartet ein dickes Rahmenprogramm. Neu ist ein Geländewagen-Parcours, bei dem Kunden 15 sogenannte SUV als Beifahrer testen können - unter anderem auf Schrägpassagen mit 35 Prozent Kippwinkel. Oldtimer-Ausstellung, Bands, Künstler und eine Rennstrecke für ferngesteuerte, 50 Zentimeter große Ralley-Autos runden das Angebot ab.

Der Autosalon öffnet am Samstag und Sonntag, 23. und 24. Januar, von 11 bis 18 Uhr. Eintritt: Erwachsene 6 Euro, Kinder ab sechs Jahren 3 Euro, Familienkarte: 12 Euro.