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Schreiner aus der Region siegt bei Landeswettbewerb

Schreiner aus der Region siegt bei Landeswettbewerb

Zwei Gesellen aus der Region haben sich die ersten beiden Plätze beim Wettbewerb "Die Gute Form" gesichert, der vom rheinland-pfälzischen Schreinerhandwerk ausgerichtet wird. Mit ihren Werkstücken überzeugten sie die Expertenjury und lösten das Ticket für den Bundesvergleich in München.

Trier/Koblenz. Er ist der strahlende Sieger: Geselle Maximilian Annen aus Farschweiler hat sich bei einem Landeswettbewerb der Schreiner und Tischler durchgesetzt. Er präsentierte ein Sideboard aus Wenge und Ahorn. Damit überzeugte er die Jury und setzte sich gegen neun Konkurrenten aus ganz Rheinland-Pfalz durch - etliche von ihnen sind aus der Region (siehe Extra). Annen habe an seinem schlichten Werkstück eine geölte Reliefoberfläche geschaffen, die nicht nur die solide Handwerklichkeit und Qualität des Möbels unterstreiche, sondern auch eine "angenehme Haptik" habe. Das Material - eine selbst hergestellte Dreischichtplatte - erzeuge einen interessanten Hell-Dunkel-Kontrast, sagte Jurysprecherin Karin Bille, Leiterin der Beratungsstelle Formgebung der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz in ihrer Laudatio in der HWK Koblenz.
Annen setzt eine Familientradition fort. Bereits seine Tante hat vor etwa 20 Jahren mit einem Werkstück den ersten Platz belegt, wie er dem TV verriet. So sind sein Großvater, Gründer einer Schreinerei in Farschweiler und sein Vater, der den Betrieb heute führt, besonders stolz. "Ich freue mich über diese wichtige Auszeichnung", sagt Annen. Seine Ausbildungen hat er bei der Schreinerei Adams in Trier gemacht. Auf Platz zwei landete die Triererin Ruth Sänger mit einer Bank aus Eiche. Die Gesellin vom Ausbildungsbetrieb Unikat Möbeltischlerei a us Gusterath-Tal habe der Jury ein solides Möbelstück präsentiert, das nach Auffassung der Jury mit ungewöhnlichem Furnier eine besondere Ausstrahlung habe. Sänger war die einzige Frau, die an dem Leistungsvergleich teilgenommen hatte. Annen und Sänger treten im März 2012 beim Bundesentscheid in München an. Den dritten Platz belegte Waldemar Strebel aus Dorsel (Landkreis Ahrweiler). Die Werkstücke aller Teilnehmer sind noch einen Monat lang im Koblenzer Haus des Handwerks zu sehen. thie
Maximilian Annen (Farschweiler), Christoph Hahn (Feusdorf), Gregor Junglas (Hirschfeld), Raphael Kablau (Bad Münster am Stein), Philipp Köhn, (Thür), Ruth Sänger (Trier), Thomas Schad (Trier), Christian Schätzel (Selzen), Tobias Stanger (Kölbingen), Waldemar Strebel (Dorsel). red