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Schwerbehindertevertretung trifft die Ministerpräsidentin

Soziales : Diskussion mit Malu Dreyer: Mehr Verständnis für Behinderte

(red) Auch in Corona-Zeiten sind persönliche Treffen wichtig und möglich. So trafen sich die betrieblichen Vertreter der Schwerbehinderten (SBV) der IG Metall Trier  mit der Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu einem Austausch.

Neben dem Betriebsrat und der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) wird die Schwerbehindertenvertretung (SBV) im Betrieb von den Schwerbehinderten und den Gleichgestellten gewählt.

Sie berichteten aus der betrieblichen Praxis beim Umgang mit den verschiedenen Behörden, unter anderem des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, der Reha-Abteilung der Arbeitsagentur oder der Rentenversicherung. „Es ist in den letzten Jahren der Eindruck entstanden, dass die Behörden bei der Erstbegutachtung oder bei der Gewährung von Leistungen zunächst erst mal abblocken“, so der Sprecher der betrieblichen Schwerbehindertenvertreter in der IG Metall Trier, Ulrich Rura von der Firma Stihl aus Prüm/Weinsheim.

Malu Dreyer widersprach diesem Eindruck und konnte mit Statistiken der Anerkennung die gute Arbeit der Behörden erläutern. Sie versprach begründeten Einzelfällen nachzugehen.

Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass die betriebliche Strategie des Outsourcing und der Ersetzung einfachster Tätigkeiten die betriebliche Integration von behinderten Menschen in die Arbeitswelt erschwere.

„An dem Punkt könnte die Politik helfen, mit Eingriffen ins Gesellschafts- oder Haftungsrecht die betriebliche Realität besser zu erfassen, damit man sich nicht so leicht aus der Verantwortung stehlen kann“, so der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Christian Schmitz. Am Schluss dankte die Ministerpräsidentin den anwesenden Schwerbehindertenvertretern für ihre anspruchsvolle und wichtige Arbeit.